Das aktuelle Wetter NRW 10°C
Unterricht

Nebenfächer von Klasse 5 bis 9 durchgehend

67,5-Minuten-Stunde - In Velbert seit zwei Jahren ein Erfolg
Ab kommenden Mittwoch gibt es am Nikolaus-Ehlen-Gymnasium einheitlich nur noch die 67,5-Minuten-Unterrichtsstunde.

„Abhilfe schaffen hier kurze Wiederholungen zu Beginn jeder Stunde“, erklärt Schuhmacher-Conrad. Dafür ist ein entscheidender Vorteil, dass beim Langstunden-System Nebenfächer, die zweistündig unterrichtet werden, von der Klasse 5 bis zur 9 durchgehend stattfinden können. „Früher“, erinnert sich der Schulleiter, „gab es da durchaus mal ein Jahr Pause.“

Inzwischen sind alle Beteiligten, Schüler, Lehrer und Eltern, angetan von der Umstellung. „Nach einem Jahr haben wir die Zeit bis dahin ausgewertet. Der Großteil war dafür, genauso weiterzumachen.“ Denn ein weiterer Vorteil liegt für Werner Schuhmacher-Conrad auf der Hand: „Von den 45-Minuten-Stunden ist zu viel Zeit für Raumwechsel verloren gegangen.“

Auch diese Zeiten sind vorbei, denn die Pausen zwischen den Langstunden sind mit zehn bis 20 Minuten so ausgedehnt, dass selbst der Weg mit dem Shuttlebus zur drei Kilometer entfernten Kooperationsschule, dem Geschwister-Scholl-Gymnasium, problemlos zu schaffen ist.

Hoffnung auf eine flächendeckend einheitliche Regelung

In den vergangenen beiden Schuljahren ist der Schulleiter zu einem Verfechter des neuen Systems geworden, der dafür auch bei anderen Schulen wirbt. „Unsere Erwartungen sind erfüllt worden, das System hat sich bewährt“, resümiert Schuhmacher-Conrad, „und ich habe es auch schon am Essener Burggymnasium beworben.“

Er hoffe, führt er aus, dass irgendwann im Hinblick auf G8 flächendeckend auf die 67,5-Minuten-Stunde umgestellt werde. Oder wenigstens auf die 60-Minuten-Stunde - nur einheitlich sollte es geregelt sein. Denn ein großes Problem gibt es da doch noch: „Es ist schwierig, die Lehrerarbeitszeit umzurechnen“, gesteht Schuhmacher-Conrad, „und sowieso gibt es sehr viel umzurechnen.“

Die 67,5 Minuten kommen übrigens so zustande: Hauptfächer werden in der Oberstufe dreistündig unterrichtet. Dreimal 45 Minuten sind 135 Minuten. Teilt man diese in zwei langstunden auf, bleiben unter dem Strich 67,5 Minuten. Schulschluss in Velbert ist übrigens zweimal pro Woche nachmittags um 15.17 Uhr.

 

Ingo Schmidt

  1. Seite 1: 67,5-Minuten-Stunde - In Velbert seit zwei Jahren ein Erfolg
    Seite 2: Nebenfächer von Klasse 5 bis 9 durchgehend

1 | 2

Facebook
Kommentare
15.08.2012
09:46
67,5-Minuten-Stunde - In Velbert seit zwei Jahren ein Erfolg
von maped | #4

Ab der 65 Minute wird eingepackt, falls der Pauker noch redet , dann gibt es eine Bossschelle vom Schüler und gut ist ;o Mittagsschicht nervt.

15.08.2012
09:14
67,5-Minuten-Stunde - In Velbert seit zwei Jahren ein Erfolg
von Unverkennbar | #3

Was soll eigentlich diese krumme Zahl? Wer zählt denn dann die letzten 30 Sekunden ab?

1 Antwort
67,5-Minuten-Stunde - In Velbert seit zwei Jahren ein Erfolg
von Pase_Lacki | #3-1

"Was soll eigentlich diese krumme Zahl? "

Artikel nicht gelesen? Da wird es nämlich erklärt.

"Wer zählt denn dann die letzten 30 Sekunden ab?"

Wieso sollte jemand das abzählen? Gab es zu Ihrer Zeit in der Schule keinen Gong, der nach 45 Minuten die Stunde beendete? Und nun gongt es eben nach 67,5 Minuten. Was ist denn daran nicht zu verstehen?

15.08.2012
09:14
67,5-Minuten-Stunde - In Velbert seit zwei Jahren ein Erfolg
von Black123 | #2

"Hinzu kommt, dass auch andere Unterrichtsformen wie Still- oder Gruppenarbeiten zum Einsatz kommen können" ...............*würg*

2 Antworten
67,5-Minuten-Stunde - In Velbert seit zwei Jahren ein Erfolg
von woup | #2-1

Was für ein unfassbar unqualifizierter Kommentar.

Blockierter Kommentar.
Name von Moderation entfernt | #2-2

Dieser Kommentar wurde von einem Moderator blockiert.

15.08.2012
07:38
Warum wird im Bildungsbereich
von meigustu | #1

genau das Gegenteil von dem gefordert was in anderen Bereichen das Ideal ist. - Konkurrenz.

Wir brauchen keine landes- oder gar bundesweit einheitliche Organisationsforemen. Was an einem Gymnasium im Speckgürtel von Düsseldorf gut ist, muss noch lange nicht an jeder anderen Schulen passen. Gerade die gespaltenen Erfahrungen mit G8 zeigen doch, dass es unterschiedlichen Bedarf gibt.

Umfrage
Vielen Deutschen könnte die Zeitumstellung gestohlen bleiben. Wir wüssten gerne von Ihnen: Was halten Sie von der Umstellung von Sommer- auf Winterzeit?

Vielen Deutschen könnte die Zeitumstellung gestohlen bleiben. Wir wüssten gerne von Ihnen: Was halten Sie von der Umstellung von Sommer- auf Winterzeit?

 
Fotos und Videos
Flug über Frankreich 1
Bildgalerie
In 500 Metern Höhe...
Ehrengäste in lockerer Runde
Bildgalerie
NRZ-Sportfete
Aus dem Ressort
Das Rock-Magazin „Visions“ kennt das Geheimnis ewiger Jugend
Pop
Am Wochenende gibt’s ein Festival, denn das Dortmunder Magazin für Alternative Rock feiert seinen 25. Geburtstag - und hat sich die Frische erhalten. Ein Gespräch mit Chefredakteur Michael Lohrmann über Kurt Cobain, Rock’n’Roll-Lifestyle und größenwahnsinnige Vertriebsdeals in der Dönerbude.
Brüder sollen BVB-Ordner im Stadion misshandelt haben
Gewalt
Beim Spiel des BVB gegen Augsburg im April 2013 sollen sich zwei Fans aus Ahlen mit einer Reihe Stadion-Ordner angelegt haben. Seit Freitag beschäftigt der Fall das Amtsgericht. Die Staatsanwaltschaft wirft den Brüdern vor, die Ordner misshandelt zu haben. Die Fans haben eine ganz andere Version.
Vierköpfige Bande überfällt Seniorenpaar zu Hause
Überfall
Überfall auf ein Ehepaar in Eving: Vier Männer sind am Donnerstag in die Wohnung eines Seniorenpaars eingedrungen. Sie erbeuteten laut Polizei einen "hohen" Geldbetrag. Der Fall erinnert an einen brutalen Raub vom Montag in Witten, bei dem eine 79-Jährige brutal überfallen wurde.
Plumpe Fälschung – Kennzeichen mit Edding "verlängert"
Polizei
Diese Fälschung war wohl doch zu dilettantisch: In Hohenlimburg ist der Polizei das Kurzzeit-Nummernschild eines 28-Jährigen aufgefallen. Der hatte es mit einem Edding einfach mal um sechs Tage verlängert.
Telefonanschlüsse vertauscht - Telekom verursacht Kabelsalat
Telefonnetz
Panne bei der Telekom: In Dinslaken wurden bei der Installation von neuen Verteilerkästen einige Anschlusskabel falsch verbunden. Die Folge: Einige Telefonleitungen sind tot, Kunden telefonieren mit der Nummer des Nachbarn und surfen eventuell auch auf dessen Kosten im Internet.