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Silvester-Übergriffe

Nach Übergriffen - Widerstand gegen Pegida-Treffen in Köln

09.01.2016 | 11:54 Uhr
Nach Übergriffen - Widerstand gegen Pegida-Treffen in Köln
Die Kölner Polizei ist nach eigenen Aussagen vorbereitet auf die Pegida-Versammlung und ihre Gegendemonstration vor dem Kölner Hauptbahnhof.Foto: dpa

Essen/Köln.  Antifaschistische Gruppen planen eine Gegendemonstration zur Pegida-Versammlung vor dem Kölner Hauptbahnhof am Samstag. Die Polizei bereitet sich vor.

Unter dem Slogan "Pegida schützt" hat Pegida NRW auf Facebook zu einer Veranstaltung vor dem Kölner Hauptbahnhof aufgerufen. Die Gruppe erwartet etwa 1000 Teilnehmer, die sich an diesem Samstag (Beginn 14 Uhr) zur Kundgebung versammeln sollen. Gleichzeitig hat sich das Bündnis "Köln gegen Rechts" angekündigt, das mit dem Thema "Kundgebung gegen Rechtspopulismus von Pegida" eine Gegendemonstration ab 12 Uhr auf dem Breslauer Platz am Hauptbahnhof plant.

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Posted by Polizei NRW Köln on Donnerstag, 7. Januar 2016

"Die Polizei Köln bereitet sich intensiv auf den Einsatz vor und führt mit den Versammlungsmeldern Kooperationsgespräche durch", heißt es auf der Facebook-Seite der Kölner Polizei. Für Anfragen zum Einsatzgeschehen sei für Freitag und Samstag sogar ein Bürgertelefon eingerichtet worden, so weiter in der Meldung.

Aktion möchte eine Neuauflage von "Hogesa 2014" verhindern

In dem Appellschreiben von "Köln gegen Rechts" zeigt man sich besorgt, dass es zu ähnlichen Zuständen wie bei "Hogesa 2014" kommen könnte; damals hatten sich Hooligans und Rechtsextreme Straßenschlachten mit der Polizei geliefert , rund 50 Polizisten wurden dabei verletzt. In dem Aufruf von "Köln gegen Rechts" heißt es: "Ähnlich wie bei Hogesa 2014 kann es zu einer spektrenübergreifenden Beteiligung von Nazis, Rassisten, extrem rechten Hooligans und Rechtspopulisten kommen."

Trickdiebstahl
„Antanz-Trick“ - darum sind Polizei und Opfer oft chancenlos

Der „Antanz-Trick“ erfreut sich bei Dieben anhaltender Beliebtheit. Die Masche wird ab sofort in der Kriminalstatistik der Polizei gesondert erfasst.

Sonja Ziegeler, Sprecherin des antifaschistischen Aktionsbündnis, befürchtet, dass "die Opfer der Übergriffe von Silvester für eine rassistische Hetze gegen Geflüchtete (und) Migranten (...) instrumentalisiert werden". "Köln gegen Rechts" stellt klar, dass man die Vorfälle in der Silvester-Nacht entschieden verurteile. Auch die Vorschläge von Oberbürgermeisterin Henriette Reker, dass Frauen besonders zur Karnevalszeit vorsichtiger sein sollten , stoße in den Reihen der Gemeinschaft auf Unverständnis: "An Vergewaltigung ist immer der Vergewaltiger schuld, nie das Opfer!" Trotzdem solle man die "verständliche Empörung über die Angriffe" nun nicht dafür nutzen, "um eine rassistische, gewalttätige Stimmung gegen alle Migranten und Flüchtlinge zu schüren".

"Köln stellt sich quer" hat Unterstützung zugesagt

"Für den Schutz der Menschenwürde – Übergriffe und sexuelle Gewalt gegen Frauen verhindern. Gegen Rassismus und Hass!" - mit diesen Worten spricht sich das Bündnis "Köln stellt sich quer" für die antifaschistische Gegendemonstration aus. Auf Facebook teilte die Organisation mit, dass Flüchtlingshetze verhindert werden müsse: "Die Ereignisse der Silvesternacht dürfen nicht von Rechtsextremen, Pro NRW, AfD und Pegida, für ihre eigenen Zwecke genutzt werden, wie dies bereits jetzt in den sozialen Netzwerken in Form von pauschaler Hetze gegen Migrantinnen, Migranten und Flüchtlinge geschieht."

Britta Prasse

Kommentare
10.01.2016
17:22
Nach Übergriffen - Widerstand gegen Pegida-Treffen in Köln
von Moderation | #27

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Nach Übergriffen - Widerstand gegen Pegida-Treffen in Köln
Nach Übergriffen - Widerstand gegen Pegida-Treffen in Köln
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http://www.derwesten.de/region/nach-uebergriffen-widerstand-gegen-pegida-treffen-in-koeln-id11443684.html
2016-01-09 11:54
Facebook, Köln, Polizei, Silvester, Flüchtlinge, Pegida, Hogesa, Demonstration, Rechtsextremismus, Hetze
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