Nach der Entbehrung ein Fest

An Rhein und Ruhr..  Ramadan ist der neunte Monat des islamischen Kalenders. Fasten stellt eine der fünf Säulen des Islams dar.


Wann im Jahr ist Ramadan?
Der Fastenmonat verschiebt sich jährlich um etwa zehn Tage nach vorne, weil sich der islamische Kalender nach dem Mond richtet: Jeder Monat beginnt, „wenn die zarte Mondsichel nach Neumond erstmals sichtbar ist“. Weil sich der islamische Kalender nicht nach der Sonne richtet, ist das islamische Jahr gut zehn Tage kürzer als nach dem gregorianischen Kalender, der weltweit verbreitet ist und auf Papst Gregor 1582 zurückgeht. Weil Ramadan also nie zur gleichen Zeit im Jahr ist, fällt die Fastenzeit für Muslime in diesem Jahr in den Sommer und just in die Zeit, in der die Nächte am kürzesten sind und die Tage am längsten hell.


Wer soll im Ramadan fasten – und wer braucht es nicht?
Das Fasten gilt für alle erwachsenen Muslime. Jugendliche nehmen meist ab der Pubertät teil. Alte, Kranke und Kinder müssen nicht fasten. Für die Zeit der Regel, für Schwangere und Stillende gibt es Ausnahmen. Genauso für Muslime auf Reisen.
Wann endet diesmal Ramadan?
Am Ende des Ramadans steht immer das Fastenbrechen. Das Fest geht über drei Tage; diesmal vom 17. bis 19. Juli. Zunächst gibt es ein besonderes Festgebet, das nach Sonnenaufgang zwei Gebetsabschnitte und eine Ansprache enthält. „Die Muslime beglückwünschen sich danach gegenseitig und drücken ihren Wunsch aus, dass Gott (Allah) ihr Fasten und ihre übrigen Gottesdienste annehmen möge. „In den drei Tagen des Fastenbrechens werden Verwandte und Bekannte besucht, wobei gewöhnlich die Jüngeren die Älteren mit ihren Besuchen ehren.“