Modellprojekt fördert feste Stelle statt Minijob

Weniger Minijobs, mehr sozialversicherungspflichtige Arbeit: Minister Guntram Schneider (SPD) hat am Donnerstag eine positive Zwischenbilanz für ein Modellprojekt zur Umwandlung von Minijobs in feste Stellen gezogen. Seit 2014 arbeiten in Dortmund und Unna Wirtschaftsverbände und Jobcenter daran, Minijobber in sozialversicherungspflichtige Arbeit zu bringen. "Allein in den letzten eineinhalb Jahren konnten bereits 1400 feste Arbeitsplätze geschaffen werden", teilte das Ministerium mit.

Düsseldorf.. "Die beteiligten Branchenverbände haben erkannt, dass die Umwandlung von Minijobs sich auch für Unternehmen lohnt und unterstützen das Modellprojekt im eigenen Interesse", sagte Schneider laut der Mitteilung. Ein Vorteil für Arbeitgeber sei, dass dauerhaft Beschäftigte produktiver und kreativer seien. Auch seien die Abgaben bei Minijobs - die nur der Arbeitgeber zahlt - höher als bei vergleichbaren sozialversicherungspflichtigen Stellen. Derzeit gibt es in NRW über 1,66 Millionen Minijobber. Sie verdienen nicht mehr als 450 Euro im Monat. Der Frauenanteil beträgt 61 Prozent.

Das Projekt wird vom Land und der EU gefördert und soll noch bis Ende 2015 dauern. Beteiligte sind Jobcenter, der Einzelhandelsverband Westfalen-Münsterland, die Gebäudereiniger-Innung, Kreishandwerkerschaft, der Deutsche Gewerkschaftsbund und die Wirtschaftsförderung Dortmund.