„Mit Pfingststurm Ela nicht zu vergleichen“

An Rhein und Ruhr..  Pünktlich zum Anfang der Osterferien sorgte Sturmtief Niklas für mächtig Trubel an Rhein und Ruhr. Manch einer, der gestern bang aus dem Fenster blickte, fragte sich deshalb wohl zu Recht, ob die Ostereiersuche dieses Jahr in der Sicherheit der eigenen vier Wände stattfinden müsse. Die Prognose von Meteorologe Roland Vögtlin lässt jedoch noch hoffen. „Die Ostertage werden tendenziell trockener und sonniger“, so der 52-jährige Meteorologe vom Wetterdienst Meteomedia. Zunächst werden die nächsten Tage jedoch für einen weiteren Dämpfer der Ostervorfreude sorgen.

Zwar erlebten die Menschen in NRW bereits gestern den Höhepunkt des Sturms, doch auch heute wird es zum Teil noch stürmische Böen und vereinzelte Regen-, Schnee- und Graupelschauer geben. Die Wende im Ferienwetter erfolgt dann hoffentlich am Samstag. Nach einem am Freitag von Westen aufziehenden Regengebiet, erwartet die Menschen an Rhein und Ruhr am Osterwochenende ein Mix aus Sonne und Wolken. Die Temperaturen steigen zudem auf bis zu 12 Grad, prognostiziert der Wettermann aus Bochum.

Trotz der teilweise chaotischen Zustände, die Sturm „Niklas“ gestern hinterließ, sei er mit der Gewitterfront „Ela“, die an Pfingsten 2014 vor allem in den Großstädten erheblichen Schaden angerichtet hat, nicht zu vergleichen. „Bei Niklas handelt es sich um einen klassischen Frühjahrssturm mit durchschnittlichen Windgeschwindigkeiten von um die 100 Kilometer pro Stunde“, sagte die Meteorologin des Deutschen Wetterdienstes in Essen, Cornelia Urban. Bei „Ela“ sei der Wind allein in Düsseldorf mit über 140 Stundenkilometern durch die Straßen gefegt.

Das heiße Wetter in den Tagen vor „Ela“ habe zu damals wesentlich stärkeren Windgeschwindigkeiten und Regenfällen geführt als aktuell. Die Bäume waren zudem voller Blätter, die wie Segel gewirkt hätten, Zehntausende von ihnen knickten unter der Last von Wind und Regen um. Die Kälte und der teilweise Dauerregen der vergangenen Tage hätten hingegen die Böen von Sturmtief „Niklas“ deutlich aufgeweicht.