Minister Remmel lobt Naturparks als „Schätze vor der Haustür“

Umgeben von Grün und Blau: Schloss Krickenbeck im Naturpark Schwalm-Nette. Die Seen dort sind ein Vogelparadies.
Umgeben von Grün und Blau: Schloss Krickenbeck im Naturpark Schwalm-Nette. Die Seen dort sind ein Vogelparadies.
Foto: Hans Blossey
Was wir bereits wissen
Aufwändige Broschüre, Internetclip: Pünktlich zur Wander- und Radsaison wirbt das Umweltministerium NRW für die 14 Naturparks und den Nationalpark Eifel.

An Rhein und Ruhr.. Flüsse, Seen und Moore: Wasser prägt den Naturpark Schwalm-Nette, nur eine halbe Autostunde von der Rhein-Ruhr-Region entfernt. Der Biber hat den Naturpark für sich entdeckt, die Krickenbecker Seen sind ein Paradies für Rohrdommel, Eisvogel & Co. Herrlich lässt es sich dort auch spazieren und radfahren. Naturparks wie Schwalm-Nette sind für Umweltminister Johannes Remmel der „Schatz vor unserer Haustür“: „Nur wer ihn kennt, weiß um seinen Wert“, meint der Grünen-Politiker.

Pünktlich zur Wander- und Radfahrsaison will sein Haus jetzt die insgesamt 14 Naturparks sowie den Nationalpark Eifel der in den Frühling und ins Freie strebenden Öffentlichkeit näherbringen. Eine 100 Seiten dicke, sehr aufwändig gestaltete Broschüre und ein Internet-Clip bei „You Tube“ sollen das leisten. Die Kampagne gehört zur Artenschutzstrategie des Ministeriums und folgt der alten Erkenntnis: Was man kennen- und liebengelernt hat, will man auch bewahren. „Naturparks und die Eifel sind die Arche Noah unserer biologischen Vielfalt“, sagt Remmel. Viele Tausend Tier- und Pflanzenarten sind dort beheimatet.

Related content Die Broschüre wendet sich dabei ausdrücklich nicht nur an Hobby-Ornithologen und Amphibienfreunde, sondern ans breite Publikum. Es gibt Fotoreihen, Kartenübersichten, Wander- und Ausflugstipps. So wird auf den Lörmecke Turm verwiesen, der 616 Meter über dem Meeresspiegel einen herrlichen Blick über den Arnsberger Wald liefert (der Aufstieg über eine Wendeltreppe ist aber brutal).

In der Eifel kann man den Nationalpark wunderbar auf dem 85 Kilometer langen Wildnistrail erwandern (vier Tagesetappen). Das Hönnetal im Homert ist ein Eldorado für Höhlenforscher; mehr als 1100 Höhlen, Spalten und Gänge sind im nördlichen Sauerland mittlerweile entdeckt. Und zur Hohen Mark gehört der Meerfelder Bruch, wo jedes Jahr am letzten Maiwochenende vor Publikum die einjährigen Hengste aus der 350-köpfigen Wildpferde-Herde gefangen werden.

Natur erobert sich alte Kohletagebaue zurück

Der besondere Reiz der NRW-Naturparks liegt in ihrer Vielfalt. Während es im Homert zum Beispiel mit dichten Wälder mitunter urwüchsig zugeht, handelt es im Naturpark Rheinland teilweise um frühere Braunkohletagebaue, die von der Natur zurückerobert wurden, das Bergische Land zeichnet sich durch seine grünen Hügel und Talsperren aus, während es in der Hohen Mark auch regelrechte Parklandschaften gibt.

Während ein Nationalpark ein ausgedehntes Schutzgebiet ist, das vor menschlichen Einflüssen und vor Umweltverschmutzung geschützt werden soll, besteht ein Naturpark nur teilweise aus Natur- und Landschaftsschutzgebieten und ist für nachhaltigen Tourismus ausgelegt.