Milchviehhalter unter Druck

Am Niederrhein..  Mit dem Wegfall der Milchquote Ende März wird es einen deutlich schärferen Wettbewerb unter den Milchviehhaltern geben. Davon geht Kleves Kreislandwirt Josef Peters aus. Grundsätzlich sei der Wegfall der Mengenregulierung für die Milchbauern zu begrüßen, so Peters, der viele Jahre für das Unternehmen Campina im Aufsichtsrat tätig war und einen guten Einblick in den Milchmarkt besitzt.

Die Quotenregelung wurde 1984 mit dem Ziel eingeführt, die Milchpreise zu stabilisieren. Diese Wirkung sei allerdings nie eingetreten. Denn auch mit Quote habe der Milchpreis zwischen 20 und 35 Cent je Liter geschwankt. Peters: „Wer heute noch eine Mengenregulierung befürwortet, hat Angst vor der Zukunft.“ Der Preis für Milch werde durch den Weltmarkt bestimmt, nicht durch Quotenregelungen.

Für den Kreis Kleve, die größte Milchviehregion in NRW, erwartet er ein weiteres Höfesterben. Aktuell gibt es noch 530 Milchviehbetriebe im Kreis Kleve. In den vergangenen 30 Jahren haben 75% der Bauern bereits aufgehört. Die Landesvereinigung der Milchwirtschaft berichtete gestern in Krefeld, dass die Zahl der Milchviehhalter in NRW im vergangenen Jahr wieder gesunken ist – um 314 auf 7056. Produziert wurden 3,3 Millionen Tonnen Milch (+4,2% gegenüber 2013).