„Mike“ fegt durch NRW – „Niklas“ folgt gleich hinterher

Essen..  Leichtverletzte Autofahrer, umgestürzte Bäume, berstende Fenster, Störungen im Bahnverkehr – Sturmtief „Mike“ ist mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 90 Stundenkilometern gestern Morgen durch Nordrhein-Westfalen gerast. Auch für die kommenden Tage gab der Deutsche Wetterdienst (DWD) keine Entwarnung: Heute morgen seien schwere und stürmische Böen auch in NRW zu erwarten, hieß es. Dazu regne es teils kräftig. „Ab Mittwoch treten auch gehäuft Gewitter auf“, sagte eine Sprecherin des DWD in Essen. Im Flachland könne es Graupel und im Bergland Schnee geben.

Am Bahnhof in Leverkusen-Opladen stürzte ein Baum auf die Oberleitung. Dadurch kam es bis zum frühen Montagmorgen nach Angaben der Deutschen Bahn zu 60 Verspätungen, und 55 Zugumleitungen vor allem im Fernverkehr. „Wir sind noch glimpflich davongekommen“, sagte eine Bahnsprecherin. Dagegen war der Bahnverkehr im Osten und Norden Deutschlands auf wichtigen Hauptstrecken gestört und hatte sich erst am Montagmorgen wieder beruhigt.

In Düsseldorf legte „Mike“ eine freistehende Mauer auf 20 Metern Länge um und begrub nach Angaben der Feuerwehr ein Auto. Mit speziellen Kameras schlossen die Helfer aus, dass Menschen von der Mauer verschüttet waren. Im Stadtteil Bilk mussten Einsatzkräfte Trümmer eines eingestürzten Kamins sichern. Passanten fingen ein umgestürztes Mobilklo ein und stellten es wieder auf, ehe die Feuerwehr kam. Der Schaden allein in Düsseldorf wurde auf 100 000 Euro geschätzt. In den Kreisen Steinfurt und Lippe und in Köln wurden vier Menschen bei ihren Autofahrten durch umgeknickte Bäume leicht verletzt.

Am Düsseldorfer Flughafen war die Abfertigung am Sonntagabend während eines Gewitters kurz unterbrochen worden. Dadurch sei es zu leichten Verspätungen gekommen, sagte ein Sprecher.