Metropolräder im Revier sehr gefragt

Eine von mittlerweile mehr als 300 Verleihstationen: Metropolräder am Duisburger Innenhafen.
Eine von mittlerweile mehr als 300 Verleihstationen: Metropolräder am Duisburger Innenhafen.
Foto: WAZ FotoPool
Was wir bereits wissen
Zahl der Ausleihen stieg um 79 000 auf 176 000 im Jahr 2014. Regionalverband Ruhr und Kommunen verhandeln mit Betreiber „Nextbike“ über einen Vertrag ab April

Im Ruhrgebiet.  . Das Leihradsystem „Metropolradruhr“ hat kräftig Fahrt aufgenommen. Etwa 176 000 Ausleihen gab es im vergangenen Jahr, das waren noch einmal 79 000 mehr als 2013, heißt es jetzt in einem Bericht des Regionalverbandes Ruhr (RVR). Gute Voraussetzungen, um mit Betreiber „Nextbike“ über einen neuen Vertrag zu verhandeln - möchte man meinen. Tatsächlich scheinen die Gespräche schwierig zu sein.

Mehr als 2000 Räder stehen mittlerweile an über 300 Stationen in zehn Städten zwischen Hamm und Duisburg bereit. „Metropolradruhr“ war 2010 mit öffentlicher Förderung gestartet. Ziel war stets, das Leihradsystem später eigenwirtschaftlich zu betreiben. Die mit den Fördermitteln verbundene Zweckbindung ist nun ausgelaufen.

Kein Rückzug aus kleineren Städten

Ab April soll ein neuer Betreibervertrag gelten. Angesichts der Anforderungen von „Nextbike“ ist im RVR-Bericht von einer „wesentlichen Herausforderung in der Vertragsgestaltung“ die Rede. Das Problem: Die Leihräder sind lokal sehr unterschiedlich gefragt. Während es in großen Städten wie Essen, Dortmund, Bochum und Duisburg prima läuft, stagnieren die Zahlen in kleineren Kommunen wie Bottrop, Hamm, Herne, Oberhausen, Mülheim und Gelsenkirchen dem bericht zufolge auf deutlich niedrigerem Niveau. Zudem gibt es an einigen Standorten Vandalismusprobleme.

Für RVR und Kommunen ist wichtig, dass sich das „Metropolradruhr“ aus diesen kleineren Städten nicht zurückzieht. Einzelverträgen von „Nextbike“ mit Kommunen solle es nicht geben. Dem Betreiber wurde angeboten, dass die Kommunen bei der Akquisation von Werbeflächen auf den Rädern systematisch Unterstützung leisten. Einen ersten Vertragsentwurf hat „Nextbike“ aber Anfang Feburar abgelehnt. Nun wird nachverhandelt.