Mehrheit der Menschen im Ruhrgebiet will Radschnellweg Ruhr

Radfahren ohne Autos und fast ohne Steigungen: Das wünscht sich ein Drittel der Ruhrgebiets-Bürger.
Radfahren ohne Autos und fast ohne Steigungen: Das wünscht sich ein Drittel der Ruhrgebiets-Bürger.
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Was wir bereits wissen
Die Kosten für die Fahrradstrecke Hamm-Duisburg werden auf 180 Millionen geschätzt. Viel Geld, aber die Mehrheit der Bürger scheint dafür zu sein.

Essen/Düsseldorf.. Knapp zwei Drittel der Menschen im Ruhrgebiet halten einer Umfrage zufolge den geplanten Bau eines Radschnellwegs von Hamm bis Duisburg für richtig. Jeder fünfte Berufstätige kann sich vorstellen, für den Weg zum Arbeitsplatz vom Auto auf das Fahrrad umzusteigen, wenn der Radschnellweg Ruhr Wirklichkeit wäre, wie das nordrhein-westfälische Verkehrsministerium am Freitag mitteilte.

33 Prozent nannten die Radtrasse laut aktueller Forsa-Umfrage im Auftrag des Initiativkreises Ruhr dagegen wenig sinnvoll und nicht richtig.

Die auf Kosten von mehr als 180 Millionen Euro geschätzte Radweg-Trasse soll die Städte im Ruhrgebiet auf einer steigungsarmen und möglichst kreuzungsfreien Strecke von mehr als 100 Kilometern miteinander verbinden.

Verkehrsminister Michael Groschek setzt sich laut Mitteilung dafür ein, das Projekt anzuschieben: "Der Radschnellweg Ruhr ist ein Schatz, den wir heben müssen", teilte er mit. Mit dem Radschnellweg könne das Ruhrgebiet deutschlandweit eine Vorreiterrolle in Sachen umweltschonender und gesunder Mobilität einnehmen.

Nur 6 Prozent der Befragten nutzen das Rad für den Arbeitsweg

Bislang offenbart die Studie allerdings bei der Radnutzung im Revier noch Luft nach oben: Laut Umfrage fahren bislang 39 Prozent der mehr als 1000 Befragten zwischen 18 und 60 Jahren überhaupt kein Fahrrad.

Für die anderen ist Radfahren meistens (43 Prozent) eine Freizeitaktivität. Für Fahrten zum Arbeitsplatz oder zur Ausbildungsstelle steigen nur 6 Prozent auf das Rad. Einkäufe oder Besorgungen machen zwölf Prozent regelmäßig mit dem Fahrrad. (dpa)