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Matsch und Musik - 43.000 Raver genießen „Ruhr in Love“

01.07.2012 | 16:08 Uhr
Matsch und Musik - 43.000 Raver genießen „Ruhr in Love“
Heiße Temperaturen und coole Musik - Raver feiern bei „Ruhr in Love“ in Oberhausen.Foto: Ulla Emig

Oberhausen.   Bebende Butterblumen, schwitzende Dauertänzer und die Top-Stars der elektronischen Musik - das ist „Ruhr in Love“. Am Samstag kamen 43.000 Musikbegeisterte zur zehnten Auflage des Techno-Festivals in den Olga Park nach Oberhausen.

Die Füße stecken bis zu den Knöcheln im Matsch. Obwohl seit Stunden die Sonne auf den Olga-Park in Oberhausen brennt. 43 000 Fans feiern am Samstag auf dem Gelände der ehemaligen Landesgartenschau eine ungewöhnliche Gartenparty . Liebe, Frieden, aber weit und breit kein Rock’n’Roll. Stattdessen bebende Butterblumen, schwitzende Dauertänzer und die Top-Stars der elektronischen Musik - das ist „Ruhr in Love“.

Das Festival feiert bereits seine zehnte Auflage, hat über die Jahre seine Besucherzahlen immer weiter ausgebaut. Heute ist die Sause eine der größten Elektro-Freiluft-Veranstaltungen ihrer Art. 300 Disk-Jockeys bespielen zehn Stunden lang 35 Tanzflächen, die allesamt nur wenige Meter auf den Rasenflächen auseinander liegen.

Wiese. Wabern. Wunderbar.

„Du hast hier eine wahnsinnige Abwechslung“, sagt Peter Flech (29), der aus Wermelskirchen kommt und das Festival mit Freunden regelmäßig besucht. „Alles ist entspannt und du kannst von Tanzfläche zu Tanzfläche wechseln.“ Was kurz vor den DJ-Pults noch wie ein wabernder Klangbrei klingt, ist auf der Tanzfläche selbst völlig anders: Nichts zu hören von den Nachbarn! Entsprechende Lautstärke und Boxenpräsenz machen es möglich.

Info
25 Festnahmen und ein Verletzter

43.000 Raver haben am Samstag beim Techno-Festival „Ruhr in Love“ in Oberhausen gefeiert. Die Polizei sprach zwar von einem weitgehend friedlichem Fest. Allerdings gab es mehrere Festnahmen und hunderte Anzeigen.

Gespielt wird, was der DJ-Plattenkoffer hergibt: Techno, House, Acid, Hardcore - die elektronischen Klänge unterscheiden sich nach Schnelligkeit und Rhythmus. Hauptsache, die Klangkörper lassen sich zum pochenden Takt bewegen.

Während die einen vor dem Turntable-Thron ihre Füße immer tiefer in die durch einen Regenguss in der Nacht zuvor aufgeweichte Wiese bohren, lassen es andere Technokraten ruhiger angehen. Sie baumeln mit ihren Beinen im Kanalwasser. Oder ziehen ein Nickerchen neben dem Blumenbeet vor. Wiese. Wabern. Wunderbar.

Top-DJs und Freikörperkultur

Ruhr in Love Oberhausen

Wenn es um die Top-DJs geht, dann ist jedoch Schluss mit der Ruhe. Schließlich stehen Dr. Motte, Laserkraft 3D, Da Hool oder Tom Novy auf dem Programmzettel, der von den Fans oftmals einfach als Sonnenhut umgestaltet wird. Tänzer mit allzu dichter Garderobe stöhnen erschöpft über die hohen Temperaturen.

Also, zieh‘ aus, was dich kaputt macht! Freikörperkult hat bei „Ruhr in Love“ Tradition. Und im Bikini tanzt es sich ganz klassisch, während Georg Friedrich Händels „Sarabande“ aus den Boxen schallt - mit krachender Bass-Drum im 4/4-Takt.

Fans bei Ruhr in Love

 

Dirk Hein

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