Massenschlägerei nach Schützenfest in Lünen

Bei einem Schützenfest in Lünen kam es zu einer Massenschlägerei.
Bei einem Schützenfest in Lünen kam es zu einer Massenschlägerei.
Foto: WAZ FotoPool
Was wir bereits wissen
Erst flogen die Kugeln, dann die Fäuste: Das Vogelschießen des Schützenvereins Niederaden in Lünen nahm am Donnerstag einen unschönen Ausklang. Es kam zu einer Massenschlägerei mit mehreren Verletzen.

Lünen.. Eine gute Stunde, nachdem Peter Einsiedler das letzte Stück des Vogels von der Stange geschossen hatte und als neuer Schützenkönig des Schützenvereins Niederaden bejubelt wurde, prügelten sich mehrere junge Leute. So heftig, dass nach Angaben der Polizei drei ärztlich behandelt werden mussten.

Neun Anzeigen wegen gefährlicher Körperverletzung

Gegen neun Tatverdächtige aus Lünen und Dortmund wird wegen gefährlicher Körperverletzung ermittelt, gegen einen 29-jährigen Lüner zudem wegen Widerstandes gegen Vollstreckungsbeamte. Er habe, so ein Polizeisprecher, Beamte während des Einsatzes angegriffen und zur Seite geschubst. Die Polizisten vor Ort hätten schließlich Pfefferspray eingesetzt und den Mann in Handschellen abgeführt.

Zum Grund der Schlägerei sagte der Polizeisprecher Oliver Peiler: "Es lag wohl vor allem daran, dass die Beteiligten sehr deutlich unter dem Einfluss von Alkohol gestanden haben." Sie seien so stark alkoholisiert und aggressiv gewesen, "dass eine Aufklärung des Sachverhaltes vor Ort kaum möglich war."

Mit Sektflaschen aufeinander losgegangen

Eine Augenzeugin berichtete, dass die Beteiligten geschlagen und getreten hätten und mit Sektflaschen auf einander losgegangen seien. Die Polizei war mit mehreren Streifenwagen und Motorrad-Polizisten vor Ort.

Zuvor hatte sich beim Vogelschießen Peter Einsiedler durchgesetzt. Die nächsten drei Jahre werden die Niederader Schützen von ihm regiert. Mit dem 575. Schuss holte er den Vogel von der Stange und errang die Königswürde.