Maskenball mit Mangas

Düsseldorf..  Trotz heftiger Regenschauer und wenig freundlicher Temperaturen von gerade mal zehn Grad haben am Samstag viele Menschen in Düsseldorf den Japan-Tag gefeiert. Die Veranstalter zählten 650 000 Besucher. Auf Bühnen am Rheinufer und in der Altstadt hatten japanische Künstler Aufführungen und Musikdarbietungen präsentiert. Den krönenden Abschluss des 14. Japan-Tages bildete ein spektakuläres Höhenfeuerwerk. Das Thema „Die Kunst der Mode“ wurde mit 1500 Feuerwerkskörpern in Form von Fächern, Herzen und Blumensträußen in effektvollen pyrotechnischen Bildern dargestellt. Das Finale bildete auch in diesem Jahr wieder der schillernde Goldregen, das wohl beliebteste japanische Feuerwerkselement.

Tagsüber sorgten die Kostüme der Manga-Fans für die schillernden optischen Höhepunkte. Rosa Schleifchen im Haar, ein Plüschhase im Arm, ein langes Spitzenkleid und dazu eine süße Blümchentasche. Caroline zieht mit ihrem rosafarbenen Look die Blicke an. „Bei mir kann es nicht auffällig genug sein“, bekennt die 26-Jährige aus Nürnberg im Dialekt ihre Heimat. Sogar der Regenschirm passt zur Verkleidung. Die Verkäuferin ist angereist, um inmitten von schräg kostümierten Leuten zu feiern: ein verspäteter Karneval beim Japan-Tag in Düsseldorf.

Die Japanische Gemeinde in Düsseldorf ist – nach London und Paris – die drittgrößte Europas. In der Rheinmetropole und ihrer Umgebung leben mehr als 8000 Japaner. In der Region Düsseldorf sind fast 500 japanische Firmen tätig, davon rund 360 in der Landeshauptstadt selbst. In Nordrhein-Westfalen beschäftigen japanische Unternehmen mehr als 31 000 Menschen.