Marode Brücke füllt Stadtkassen

Leverkusen..  In ihrer Eigenschaft als Radarfalle bewährte sich die baufällige Leverkusener Brücke der A1 von Anfang an: 4000 Verstöße geschahen allein in den ersten vier Tagen im Frühjahr. Jetzt zeigt sich, dass die Blitzanlagen tatsächlich so erfolgreich sind wie kaum eine andere: Leverkusen hat in weniger als einem Jahr 4,2 Millionen Euro zusammengeknipst, Köln gar 6,3 Millionen.

Das Besondere an der Brücke: Hier gilt nicht nur ein Limit von 60 Km/h, sondern auch ein Gewichtslimit von 3,5 Tonnen. Schwerere Laster würden die angeschlagene Brücke auf die Dauer so beschädigen, dass sie nicht mehr durchhält bis zum geplanten Neubau. Viele Fahrer und Spediteure ignorieren die Limits, um sich Umwege zu ersparen.

Deshalb arbeiten auf der Brücke nicht nur die klassischen Radaranlagen – Köln blitzt in Richtung Dortmund, Leverkusen blitzt in Richtung Köln – sondern auch sogenannte Gewichtsblitzer. Lediglich die bekannteste Blitzeranlage in Nordrhein-Westfalen, die am Bielefelder Berg der Autobahn 2, bringt noch mehr ein: 6,85 Millionen Euro im letzten Jahr.