Luxus-Kreuzfahrtschiffe steuern Duisburg an

An Rhein und Ruhr..  Die Internationale Tourismusbörse in Berlin (4. bis 8. März) steht als wichtigste Fachmesse vor der Tür. Passend dazu liefert die Branche aus dem bevölkerungsreichsten Bundesland Rekordzahlen: Mit 21,2 Millionen Gästen haben im vergangenen Jahr so viele Menschen NRW besucht wie noch nie (+4,2%). Die Zahl von 47,9 Mio Übernachtungen markiert ebenfalls einen Höchststand (+3,9%).

Für die Hotels, Pensionen und Campingplätze zwischen Kleve und Bad Berleburg, Minden und Aachen war 2014 damit das fünfte Rekordjahr in Folge. „Unsere Investitionen zahlen sich aus, der Aufwärtstrend verstetigt sich“, freute sich Wirtschaftsminister Garrelt Duin (SPD) über die gestern vom Landesamt für Statistik veröffentlichten Zahlen. Zugelegt haben alle Regionen, Köln und das Umland mit 3,7 Mio Gästen besonders (+10,8%). Starke Zuwächse gab es auch in der Region Aachen, wo das Karlsjahr und das Jubiläum des Nationalparks Eifel gefeiert wurden.

In Düsseldorf und dem Kreis Mettmann, der seit 2013 als „Neanderland“ touristisch durchgestartet ist, zählten die Statistiker 3,2 Mio Gäste (+3,8%) und 5,42 Mio Übernachtungen (+5,4%). Im Ruhrgebiet waren es 3,15 Mio Gäste (+2,6%) und 6,19 Mio Übernachtungen. Der Niederrhein meldet knapp zwei Mio Besucher (+3,4%) und 4,14 Mio Übernachtungen (+2,8%).

Das Gros der Gäste kommt aus anderen Bundesländern. Der Zuspruch aus dem Ausland wächst aber stetig. Vor allem Niederländer, Briten und Belgier erkunden die Städte am Rhein und die Höhen des Sauerlandes. Vermehrt kamen aber auch Besucher aus China (+23%) und den arabischen Golfstaaten (+25%). Die NRW-Tourismuswerber sehen hier Perspektiven.

Am Niederrhein zieht man Radfahren als touristische Trumpfkarte. Im Ruhrgebiet sieht Tourismus-Geschäftsführer Axel Biermann das verbesserte Image der Region und die wachsende Zahl von Geschäftsreisenden als Erfolgsmotoren. Besonders freut man sich bei Ruhr Tourismus über starke Zuwachszahlen in Duisburg und Gelsenkirchen.

Einen Clou konnte Duisburgs Marketing-Chef Uwe Gerste gestern vermelden. In der Rhein-Ruhr-Stadt machen in diesem Jahr erstmals Luxus-Flusskreuzer fest. Insgesamt 17 Mal werden Fünf-Sterne-Kreuzfahrtschiffe an der Mühlenweide in Ruhrort anlegen. Gutbetuchte Australier, Kanadier, Amerikaner und Briten haben dann die Möglichkeit, Innenstadt und Innenhafen oder die Zeche Zollverein in Essen kennenzulernen. Duisburg ist der erste Zwischenstopp in Deutschland auf einer 15-tägigen Rheinkreuzfahrt von Amsterdam bis in die Schweiz. Eine Reederei bietet sie als All-Inclusive ab 6695 US-Dollar an, die Schiffe bieten Luxus pur (Butler, Balkon). „Duisburg wird den internationalen Gästen als spannende Etappe im Gedächtnis bleiben“, verspricht Uwe Gerste.