Licht im Raum und auf der Leinwand: Piene-Schau in Münster

Reflexe, Schatten, Farben: Ein Jahr nach dem Tod von Otto Piene widmet sich eine große Einzelausstellung in Münster dessen lebenslanger Faszination für das Medium Licht. Ab Samstag (und bis 22.9.) zeigt das LWL-Museum für Kunst- und Kultur rund 70 Arbeiten des Pioniers der Lichtkunst. Piene war Mitbegründer der Düsseldorfer Künstlergruppe Zero, die den Schrecken von Krieg und Nachkriegszeit hinter sich lassen und in eine optimistische Zukunft weisen wollte. Mit großen Ausstellungen etwa in New York und Berlin sind die ZERO-Arbeiten derzeit wieder international gefragt.

Münster.. Neben leuchtenden Installationen sind in Münster zahlreiche malerische und grafische Arbeiten zu sehen: Denn auch auf der Leinwand experimentierte Piene mit Feuer- und Rauchtechniken oder ließ, wie in seinen Rasterbildern oder Regenbogenmotiven, Lichteinfall und Farbintensität sichtbar werden. An der Idee zu der Ausstellung hatte Piene noch selbst mitgewirkt. Er starb im Juli 2014. Einige der Malereien und Grafiken stammen direkt aus seinem Nachlass, andere, wie etwa die monumentale Laserlicht-Installation "Black Star", waren mehr als zwanzig Jahre nicht zu sehen.