Krafts Kabinett komplett - Groschek und Duin neue NRW-Minister
21.06.2012 | 12:03 Uhr 2012-06-21T12:03:37+0200
Düsseldorf. Der wirtschaftspolitische Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion, Garrelt Duin, wird neuer Wirtschafts- und Energieminister in NRW. Das neu gegründete Verkehrsministerium übernimmt Michael Groschek. Ministerpräsidentin Hannelore Kraft (SPD) stellte am Donnerstag die neuen Kabinettsmitglieder vor.
Mit zwei neuen Gesichtern und einer ansonsten gleich bleibenden Regierungsmannschaft geht NRW-Ministerpräsidentin Hannelore Kraft in ihrer zweite Amtszeit. Als neuen Wirtschafts- und Energieminister präsentiere die SPD-Politikerin am Donnerstag überraschend den bisherigen wirtschaftspolitischen Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion, Garrelt Duin. Das neue gegründete Ministerium für Bauen, Wohnen, Stadtentwicklung und Verkehr übernimmt der langjährige SPD-Generalsekretär Michael Groschek. Insgesamt gehören dem Kabinett zwölf Minister an.
Bis auf Duin und Groschek erhielten die alten und neuen Ressortchefs am Morgen in der Düsseldorfer Staatskanzlei von Ministerpräsidentin Kraft ihre Ernennungsurkunden. Die beiden Bundestagsabgeordneten mussten zunächst noch darauf warten, dass die Niederlegung ihres Mandates vonseiten der Bundestagsverwaltung offiziell bestätigt wurde. Im Laufe des Tages sollten aber auch sie dann ihre Urkunden erhalten.
Kraft: "gute Regierungsmannschaft"
Ministerpräsidentin Kraft bezeichnete das Kabinett als "gute Regierungsmannschaft". "Gemeinsam können und werden wir die anstehenden Aufgaben angehen", sagte die SPD-Politikerin. Sieben Männer und fünf Frauen bilden die Ministerriege. Die zehn Minister, die der bisherigen rot-grünen Minderheitsregierung angehörten, behalten allesamt ihr Ressort. Am Mittag sollte das Kabinett im Landtag verteidigt werden.
Den SPD-Wirtschaftsexperten Duin bezeichnete Kraft als "hervorragend qualifiziert" für das Amt. Er selbst kündigte an, das gegeneinander von alter und neuer Industrie in NRW zu beenden und nannte dafür ein praktisches Beispiel: "Windkraft braucht Stahl." Duin wurde 1968 im ostfriesischen Leer geboren und war fünf Jahre lang SPD-Vorsitzender in Niedersachsen.
Mit Groschek präsentierte Kraft einen altbekannten Sozialdemokraten der nordrhein-westfälischen Landespolitik. Seit 2001 ist er Generalsekretär der NRW-SPD und war neun Jahre lang Landtagsabgeordneter. Ab 2009 saß Groschek im Bundestag. "Ich bin sehr froh, dass er jetzt wieder ganz in die Landespolitik zurückkehrt", sagte Kraft. Groschek selbst kündigte an, schnell den Kontakt zu Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer (CSU) zu suchen und den Investitionsstau im Verkehrsbereich auflösen zu wollen. (dapd)

10:26
Warum die SPD aus ihren Kreisen keinen geeigneten Wirtschaftsminister in NRW findet ist schon bemerkenswert. Nichts gegen den Zugewanderten, aber die Region zwischen Torfmoor und Deich kann man nicht mit NRW und dem Ruhrgebiet vergleichen. Da gibt es hier doch sicher andere Kaliber! Wollten die nicht, oder wollte Hannelore die nicht? Oder beides?
15:58
Ist das nicht total bescheuert.sich so für ein Foto zu verbiegen....
Welchen albern Kappes muß Hannelore erzählt haben,das sich dieser Knabe so freut.
14:45
Groschek wird Minister, weil er schlichtweg dran war - und Generalsekretäre bekommen ja eigentlich häufiger ein Amt als Prämie. Bundesgeschäftsführer Münte zog es ja 1998 auch in Richtung Verkehr. Bei Wittke war es 2010 umgekehrt.
Die Neubesetzung aus der Bundestagsfraktion scheint wohl ein gewisser Nachholeffekt zu sein, weil 2010 mit der Unsicherheit baldiger Neuwahlen kaum jemand in die Landespolitik wechseln wollte.
Ob es bei der Wirtschaft unbedingt ein aussortierter Landesvorsitzender aus dem Nachbarland sein muss, ist Geschmackssache, lässt aber auch auf die Personaldecke der NRW SPD schließen.
@1
Republishing dient der Suchmaschinenoptimierung - damit man beim bösen bösen Google News, das ja derzeit per Leistungsschutzrecht bekämpft wird, auch hoch gelistet wird. Ein interessanter Artikel auf journalist.de beschreibt den Effekt sehr anschaulich anhand eines Klum/Seal-Artikels bei stern.de, der sechs mal die Überschrift gewechselt hat.
Danke danke, dass Sie uns die politischen Ereignisse und mehr erklären. Sie arbeiten sicher bei der "Sendung mit der Maus".
14:43
Die Parteien des Rentenklaus und des Sozialraubes !
14:09
10 von 12 Ministern behalten ihr Ressort. Der neue Bau- und Verkehrsminister war lange Landespolitiker und kennt den "Laden". Beides spricht für Kontinuität. Groschek will Ramsauer (CSU!) kontaktieren, um den Investitionsstau im Verkehrsbereich auzuflösen. Hinzu kommt eine "wirkliche Koalition" mit den Grünen und nicht das Schwarz-Gelbe Desaster in Berlin. Übrigens alles dapd-Infos, wie unschwer zu erkennen ist. Das werden auch andere Zeitungen abdrucken. Und das ist kurz und gut informiert.
13:01
Die mittlerweile dritte Auflage der identischen Story. Ändert leider nichts daran, dass der Informationsinhalt genau so dünn ist wie bei den Vorgängern. Aber immerhin - die Seite wird voll!