Kongresse fürs Ruhrgebiet immer wichtiger

Im Ruhrgebiet..  Die zunehmende Zahl von Tagungen und Kongressen zahlt sich fürs Ruhrgebiet als Region aus. Marktforscher haben im Auftrag der Ruhr Tourismus GmbH (RTG) im vergangenen Jahr zwischen Moers und Unna insgesamt 116 000 Veranstaltungen mit rund 6,6 Mio Teilnehmern gezählt – +9,4% bei den Veranstaltungen gegenüber 2011, +12,3% bei den Teilnehmern.

Da Kongressbesucher essen und trinken und im günstigen Fall auch irgendwo schlafen, profitiert von der Entwicklung vor allem das Gastgewerbe. Die Ruhrtourismus-Leute fühlen sich nicht unschuldig an den guten Zahlen. Unter dem Stichwort „Ruhr Meeting“ wirbt die RTG seit dem Jahr 2011 mit Hallenbetreibern und Hotels gezielt um Kongresse & Co. Als beispielhafte Erfolge gelten die Ansiedlung der Radiologentagung in Bochum oder der „Zukunftskongress Logistik“ in Dortmund (beides jährlich), weil sie auch zur Wirtschafts- und Wissenschaftsstruktur der Region passen.

365 Veranstaltungsorte stehen unter „Ruhr Meeting“ bereit. Fünf Betriebe kamen zuletzt als Projektpartner hinzu, etwa der „Ruhrturm“ in Essen (die umgebaute, ehemalige Ruhrgas-Zentrale). „Die Marke ‘Ruhr Meeting’ hat sich auf dem nationalen Markt als feste Größe etabliert“, ist RTG-Chef Axel Biermann überzeugt und wirbt um weitere Betriebe, die sich der Vermarktungsoffensive anschließen. Nur ein Drittel der Veranstalter von Tagungen und Kongressen im Ruhrgebiet komme aus NRW. Der Anteil der Veranstalter aus dem übrigen Bundesgebiet sei kontinuierlich gestiegen. Als nächsten Schritt will Ruhrtourismus nun verstärkt um Kongresse aus dem europäischen Ausland werben – vor allem aus Österreich und der Schweiz sowie den Niederlanden und England.