Kohlekraftwerks-Kommunen erleichtert über Energiebeschlüsse

Die Kraftwerksstandorte Bergheim und Eschweiler sind erleichtert, dass die umstrittene Kohleabgabe für alte Kraftwerke vom Tisch ist. Der Beschluss der Regierungskoalition, stattdessen Braunkohlekraftwerke vom Netz zu nehmen und in Reserve zu schicken, verhindere den befürchteten Bruch im Strukturwandel, sagte der Eschweiler Bürgermeister Rudi Bertram (SPD) am Donnerstag. "Wir haben Zeit gewonnen", sagte er. Die Stadt bereite sich seit zehn Jahren auf das Ende der Braunkohle mit Abschluss des Braunkohletagebaus Inden 2028 vor. Das könne jetzt fortgeführt werden.

Eschweiler.. Ein Sprecher der Stadt Bergheim sagte, die Einigung mache Hoffnung. Die Stadt könne den Strukturwandel weiter wie geplant vorantreiben bis zum Ende des Tagebaus Hambach im Jahr 2040. Bergheim sieht gute Chancen für den Bau des RWE-Kraftwerks Boaplus. Mit Überführung der Altanlagen in die Reserve könnten die wirtschaftlichen Voraussetzungen für den Neubau gegeben sein. Das würde die Arbeitsplätze der Zulieferbetriebe sichern. Bergheim hatte befürchtet, dass die von Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) ursprünglich geplante Kohleabgabe den Bestand des Kraftwerks und Tagebaus Hambach mit rund 3000 Arbeitsplätzen gefährde.

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