„Kernaufgaben der Polizei generell überdenken“

Z Ruhestörung ist ja doch eine subjektive Angelegenheit und man müsste schon Grenzen und Regeln hinsichtlich Uhrzeit, Lautstärke uns so weiter ganz genau festlegen. Und dann ist die Frage, wie die Regeln ausgelegt werden. Es ist ja zu klären, ob die Beschwerde wirklich berechtigt war. Außerdem könnte jemand bis hin zum Mobbing einen anderen belästigen.“

Z Grundsätzlich finde ich es richtig, dass Störer für die von ihnen, etwa durch Polizeieinsätze, verursachten Kosten aufkommen müssen. Bevor man die Polizei ruft sollte aber mit Fingerspitzengefühl versucht werden, die Situation in direktem Kontakt zwischen dem Störer und dem, der sich gestört fühlt, aber es auch objektiv ist, zu entspannen.“

Z Ja, man könnte durchaus darüber nachdenken, den Ruhestörer zur Kasse zu bitten. Allerdings auch wirklich nur dann, wenn dieser mehrfach auffällig geworden ist. Bedenken sollte man aber, dass Lärm unterschiedlich empfunden werden kann. Was vom einen als Ruhestörung gewertet wird, kann vom anderen durchaus als noch erträglich empfunden werden.“ rau

Z Wer entscheidet denn, wer wann zu bezahlen hat? Muss auch der zahlen, der die Polizei anruft, obwohl es sich gar nicht um Ruhestörung handelt? Man sollte in diesem Zusammenhang die Kernaufgaben der Polizei generell überdenken und die Frage, ob ein Delikt wie Ruhestörung im städtischen Ballungsraum überhaupt noch zeitgemäß ist.“ bm