Keine Spur vom Halter des Kängurus

Ein Bennett Känguru wie dieses war am Wochenende in Kalkar eingefangen worden.
Ein Bennett Känguru wie dieses war am Wochenende in Kalkar eingefangen worden.
Foto: Archiv: dpa
Was wir bereits wissen
Das ausgebüxte Känguru, das die Polizei am Wochenende in Kalkar eingefangen hat, wartet jetzt im Tierpark Kleve auf seinen Besitzer. Bislang fehlt von diesem aber jede Spur. Im Tierpark hatte man schon mehrfach ausgebüxte Bennett-Kängurus aufnehmen müssen.

Kreis Kleve.. Fünf Artgenossen warten im Freigehege. Das ausgebüxte Bennett-Känguru, das am Wochenende nach spektakulärer Verfolgung von Polizei und Tierarzt in Kalkar eingefangen wurde, hat der Tierpark Kleve bisher nicht dazu gelassen, noch nicht. „Wir hoffen ja, dass sich der unbekannte private Halter noch meldet“, sagte Dietmar Cornelissen vom Tierpark gegenüber der NRZ. Ein Hinweis, dass das Tier aus Rheinberg stammen könnte, bestätigte sich Montag nicht. Einstweilen erholt sich der Flüchtling nun in einem Solo-Stall. Er ist zwar nicht handzahm, aber offenkundig an Menschen gewöhnt. Mit den anderen Bennetts und dem Wallaby-Känguru im Freigehege würde er sich wohl vertragen.

Fest steht: Das knapp 70 cm große Tier, ein Männchen, ist wohlgenährt und gut gepflegt. Man darf also annehmen, dass dem Halter etwas am Känguru liegt. Von der Polizei hat er nichts zu fürchten, wie eine Sprecherin erklärte. Der Zoo, in dem der Hüpfer einstweilen untergekommen ist, will auch keine Rechnung stellen (freut sich jedoch über eine Spende).

Haltung von Bennetts kommt in Mode

Die Haltung von Bennetts kommt bei Privatleuten immer mehr in Mode. „Das ist aber kein Tier für den Vorgarten“, mahnt Dietmar Cornelissen vom Tierpark. Dort hatte man schon mehrfach ausgebüxte Kängurus vorübergehend aufgenommen. Auf dem freien Markt seien Bennetts mittlerweile für 100 bis 200 Euro zu haben, so Cornelissen. Wer sich eines zulege, müsse auf die Tiere eingehen und Platz haben. Was manche Halter unterschätzen: Zwei-Meter-Zäune sind nicht unbedingt ein Hindernis, die Kängurus hüpfen einfach drüber.