Katzen entführt und angeschossen

An Rhein und Ruhr..  Wenn ihr Kater Columbo auf das Fensterbrett des Schlafzimmers springt, ein bisschen schnurrt und miaut, dann liegt Susanne Steineshoff schon längst im Bett. Für gewöhnlich ist es zwei Uhr nachts und die Erkratherin steht auf, um ihren kleinen Streuner hereinzulassen. Ende Juni sitzt Kater Columbo weder in der Nacht, noch am darauffolgenden Tag oder in der nächsten Woche an der Scheibe. Bis heute ist der Kater nicht wieder aufgetaucht. Susanne Steineshoff ist aber nicht die Einzige in Erkrath, die ihr Tier vermisst. Elf Katzen und Kater sind laut Kreispolizei Mettmann in den vergangenen Monaten im Erkrather Ortsteil Hochdahl verschwunden. Fünf davon konnten auf der anderen Rheinseite, nämlich in Dormagen, wiedergefunden werden. Der Verdacht liege nahe, dass jemand die Tiere wegschaffe und woanders wieder aussetze. Susanne Steineshoff glaubt zunächst, dass ihr Kater einfach nur in der Nachbarschaft umherläuft. Doch dann erfährt sie von weiteren Fällen, erstattet Anzeige und startet eine Suchaktion mit Plakaten. „Immer wieder gibt es Hinweise. Es schwankt zwischen Hoffnung und Enttäuschung“, sagt Susanne Steineshoff.

Nicht früh genug angezeigt

Nicht nur in Erkrath haben es Kriminelle auf Katzen abgesehen. In Bochum wurden in den vergangenen Wochen drei Katzen angeschossen. Eine ist tot, zwei sind verwundet. „Das sind kranke Menschen, die auf Tiere schießen“, sagt Volker Schütte von der Polizei Bochum. Noch ist kein Täter gefunden. Ein erster Anhaltspunkt sind Zeugen, die ausgesagt haben, Luftgewehrschüsse gehört zu haben. Die passen zu den Projektilen, die man bei den Tieren gefunden hat. Beim ersten Fall habe es keine Anzeige gegeben. Daher habe man erst sehr spät ermitteln können. Volker Schütte appelliert sofort zur Polizei zu gehen.