Karstadt-Eigner enttäuscht über Niederlage im Poker um Kaufhof

Der österreichische Karstadt-Eigner Signa hat enttäuscht auf den Verkauf der Warenhauskette Kaufhof an das kanadische Unternehmen Hudson's Bay reagiert. "Wir haben uns drei Jahre lang auf die Verwirklichung der Deutschen Warenhaus Holding intensiv und gewissenhaft vorbereitet, um die beiden deutschen Traditionsmarken Kaufhof und Karstadt gemeinsam in eine gute Zukunft zu führen", hieß es in einer Mitteilung vom Montag in Wien. "Dies ist nun nicht mehr möglich." Erstmals habe die "historische Chance" bestanden, Kaufhof und Karstadt zu vereinen und "gemeinsam miteinander offensiv in einem schwieriger werdenden Marktumfeld zu agieren".

Wien/Düsseldorf.. Signa betonte, die Finanzierung für den Erwerb von Kaufhof sei gesichert gewesen. Außerdem sei man bereit gewesen, umfangreiche Arbeitnehmerrechte zu akzeptieren.

"Der Verkäufer Metro hat sich anders entschieden, und wir müssen diese Entscheidung akzeptieren", hieß es weiter. "Wir konzentrieren uns nun darauf, die äußerst positive Entwicklung der Karstadt Warenhaus GmbH mit aller Kraft fortzusetzen, Karstadt Sports selbstständig zu positionieren und The KaDeWe Group mit dem neuen strategischen Partner weiterzuentwickeln."