Kaiman in See - Polizei Aachen amüsiert sich über Fehlalarm

Sieht aus wie ein Krokodil - und sollte wohl auch so wirken: Ein Plastiktier hat am Freitag in Würselen Aufregung erzeugt - und Gelächter.
Sieht aus wie ein Krokodil - und sollte wohl auch so wirken: Ein Plastiktier hat am Freitag in Würselen Aufregung erzeugt - und Gelächter.
Foto: Polizei
Was wir bereits wissen
Ein mutmaßlicher Kaiman in einem Angelteich hat am Freitagmorgen bei Würselen den Jagdinstinkt eines Wanderers geweckt. Er rief auch die Polizei.

Aachen.. "Da hätten wir fast das Los gezogen, das Sommerloch zu füllen. Der Kelch ist an uns vorüber gegangen. Deshalb können wir auch locker darüber berichten": Die Polizei in Aachen bewies am Freitag Humor. Grund gab der Anruf eines Wanderers vom Morgen. Der hatte eine verdächtige Entdeckung gemacht. Aus einem Angelteich lugte ein Krokodil hervor - so sah es jedenfalls auf den ersten Blick aus.

Ein großer Kopf blickte dort aus dem Wasser, den der Wanderer beim Passieren des Teichs am Flüsschen Wurm bei Würselen plötzlich entdeckte. "Aus sicherer Entfernung" habe er "die Einschätzung gefällt", dass es sich "um einen Kaiman aus der Familie der Krokodile handeln könnte", berichtete die Polizei.

Ein Kaiman im Teich? Wanderer warf mit Steinchen

Was tut man, wenn man den Eindruck hat, ein Krokodil an ungewohntem Ort entdeckt zu haben? Der Wanderer jedenfalls warf Steinchen nach dem Tier. Zumal er sich, wie die Polizei in ihrem Bericht beschreibt, sicher wähnte, weil der Angelteich mit Maschendraht umzäunt ist. Die Steinchen allerdings plumsten erst daneben.

Parallel dazu rief der Wanderer sicherheitshalber per Handy nach der Polizei. Und warf weiter Steinchen nach dem Tier - "Vitalversuche", wie die Polizei es nannte. Einer der Steinchen habe dann Wirkung gezeigt: Der vermeintliche Kaiman wurde seitlich getroffen und "taumelte davon" - jedoch nicht, wie es ein echter Kaiman wohl täte. "Bei seiner Flucht wurde deutlich, dass sein Körper aus Plastik besteht", schreibt die Polizei. Mit der Folge: Die hinzugerufenen Beamten "brauchten nicht mehr eingreifen".

Der Fall hatte dennoch "Ermittlungen" zur Folge. Die brachten dieses Ergebnis: Der Besitzer des Teiches, zurzeit im Urlaub, "wollte durch das Plastiktier wohl unliebsame Zeitgenommen von seinem Teich fernhalten". (dae/WE)