„Kaffeetrinken ist auch Arbeit“

1 Wie wichtig ist die Gestaltung des Arbeitsplatzes heute?

Ideen bekommt man nicht, wenn man von 9 bis 17 Uhr an einem Platz sitzt. Die kommen auch beim Duschen oder beim Joggen. Das sollte ein Unternehmen fördern. Das heißt nicht, dass wir künftig nur allein arbeiten sollen. Stattdessen wandeln sich Büros zu Treffpunkten. Hier müssen sich die Menschen austauschen können. Bei der Gestaltung sind keine Grenzen gesetzt. Man muss mutig sein. Aus Fehlern kann man nur lernen.

2 Welche Herausforderungen gibt es für die Unternehmen?

Die innere Einstellung und die Führungskultur werden sich ändern: Kaffeetrinken kann zum Beispiel auch Arbeit sein. Wenn es mehr Transparenz gibt, führt das zu einem Macht- und Autoritätsverlust. Führungskräfte haben also einiges zu überwinden. Wer aber davon abhängig ist, innovativ sein zu müssen und im Wettbewerb bestehen will, muss umrüsten.

3 Und was heißt das für die Mitarbeiter?

Sie bekommen mehr Verantwortung, müssen mutiger sein, selbstständig handeln. Das will gelernt sein. Der Einzelne muss darauf achten, dass die Lebensqualität nicht leidet. Er muss einen Sinn in dem sehen, was er tut. Wer nur Geld verdienen will, wird Probleme haben.