Jülicher Atommüll: Neue Gesellschaft soll zuständig werden

Die Zuständigkeit für den Atommüll aus dem stillgelegten Forschungsreaktor Jülich soll an eine neue bundeseigene Gesellschaft übergehen. Bislang ist das Forschungszentrum Jülich zuständig. Der für die Castoren mit dem Atommüll zuständige Geschäftsbereich Nuklear-Service des Forschungszentrums soll in ein noch zu gründendes Tochterunternehmen der bundeseigenen Energiewerke Nord GmbH (EWN) übergehen, teilte das Forschungszentrum am Montag mit.

Jülich.. In dem Unternehmen mit 300 Beschäftigten wollen das Forschungszentrum und die Arbeitsgemeinschaft Versuchsreaktor, die Betreiberin des früheren Versuchsreaktors, ihre Kompetenz für Stilllegung und Rückbau nuklearer Anlagen bündeln. Die zuständigen Aufsichtsräte hätten zugestimmt. Bundesfinanzministerium und das Kabinett des Landes Nordrhein-Westfalen müssten noch zustimmen. Der Start des Unternehmens, das noch keinen Namen habe, sei für den 1. Juli vorgesehen, sagte ein Sprecher des Forschungszentrums.

Das Forschungszentrum Jülich hatte 2003 die Verantwortung für die Entsorgung der Brennelemente übernommen. Zur Diskussion stehen ein neues Zwischenlager in Jülich, der Transport nach Ahaus oder in die USA.