In Bayern braut sich mehr zusammen

München/Berlin..  Bayerns Brauer haben im vergangenen Jahr nach Schätzungen des bayerischen Agrarministeriums erstmals mehr Bier produziert als ihre Kollegen in Nordrhein-Westfalen. Das teilte der bayerische Landwirtschaftsminister Helmut Brunner (CSU) auf der Grünen Woche mit. Demnach stand der Freistaat im Jahr 2014 mit rund 22,8 Millionen (plus 500 000 im Vergleich zu 2013) produzierten Hektolitern Bier an der Spitze aller Bundesländer. Bayern liege knapp vorne, sagte ein Ministeriumssprecher. Die genauen Zahlen aus NRW für 2014 konnte er aber nicht nennen.

Schon im Sommer hatte sich ein entsprechender Trend abgezeichnet. Erstmals hatten die Brauer aus Bayern ihre NRW-Kollegen mengenmäßig in einem Halbjahr überholt, wie das Bundesamt für Statistik im Juli mitteilte. Sie steigerten ihren Ausstoß in den ersten sechs Monaten um 6,5 Prozent auf 11,4 Millionen Hektoliter. NRW verlor hingegen zum Vorjahr 2,5 Prozent und registrierte 11,16 Millionen Hektoliter.

Zu verdanken sei das gute bayerische Ergebnis unter anderem dem boomenden Export, sagte Brunner. Die Ausfuhren legten auf eine neue Rekordmarke von 4,5 Millionen zu.

Nicht eingerechnet in den Bierausstoß sind die alkoholfreien Biere. Davon wurden mit 1,8 Millionen Hektolitern rund 100 000 mehr hergestellt als 2013. In den rund 600 Brauereien in Bayern werden nach Ministeriumsangaben rund 40 verschiedene Biersorten und etwa 4000 Markenspezialitäten produziert. Für Brunner ist der bayerische Biererfolg ein Grund zur Freude: „Kaum ein anderes Produkt steht so stark für unser Land und unsere Lebensart wie Bayerisches Bier.“