Ihr Garten – oder doch der Mars?

Haben Sie zufälligerweise unter Ihrem Gartenrasen noch ein Stückchen frei? Sind Sie kinderlos und können Ihre Nachbarn nicht leiden?

Dann sollten Sie sich bei der Endlager-Suchkommission melden. Denn die hat nach langen Recherchen immerhin eines herausgefunden: In diesem Jahrhundert wird das wohl nichts mehr mit einem Endlager für Atommüll.

Es ist aber auch schwierig. Zwar würden die bislang 29 000 Kubikmeter locker in drei große Sporthallen passen, aber bisher hat sich keine Schule dazu bereiterklärt, den Sportunterricht für die nächsten 500 000 Generationen noch weiter einzuschränken. Nachdem in Gorleben der Einsturz des Deckgebirges nicht auszuschließen ist und sich Asse buchstäblich als Auslaufmodell erwiesen hat, sind die Atomis ratlos. Die Halbwertzeiten von Plutonium und Atom-Politikern liegen einfach zu weit auseinander. So wird der radioaktive Abfall wohl in den nächsten paar Millionen Jahren in Zwischenlagern endgelagert werden.

Das Zeug einfach auf den Mond zu schießen, wäre gewiss ein großer Schritt für die Menschheit. Aber schon bei Halb- und erst recht bei Neumond dürfte es auf Erden wieder Sorgen und Sitzblockaden geben. Blieben noch Ihr Garten und der Mars. Da wäre das Problem noch weiter weg und man könnte auch ganz ohne teure Forschungs-Fernreisen sicher sein, dass auf dem roten Planeten kein Leben zu finden ist.