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Hunderte trauern der eigenständigen "Westfälischen Rundschau" nach

02.02.2013 | 17:54 Uhr

Hunderte entlassene Redakteure, freie Mitarbeiter und Leser der "Westfälischen Rundschau" haben am Samstag in Dortmund ihre Zeitung symbolisch zu Grabe getragen. Mit Bannern und schwarzen Luftballons protestierten sie gegen die Schließung der 24 Lokalredaktionen. Die "WR" bleibt als Titel erhalten, doch die Inhalte kommen nun aus anderen Redaktionen der WAZ-Mediengruppe.

Dortmund (dapd). Hunderte entlassene Redakteure, freie Mitarbeiter und Leser der "Westfälischen Rundschau" haben am Samstag in Dortmund ihre Zeitung symbolisch zu Grabe getragen. Mit Bannern und schwarzen Luftballons protestierten sie gegen die Schließung der 24 Lokalredaktionen. Die "WR" bleibt als Titel erhalten, doch die Inhalte kommen nun aus anderen Redaktionen der WAZ-Mediengruppe.

Gegen die Kündigung von 120 Redakteuren und Mitarbeitern der Redaktionen gingen nach Angaben der Gewerkschaft ver.di und des Deutschen Journalisten-Verbandes (DJV) 1.000 Menschen auf die Straße, die Polizei sprach von 700 Teilnehmern. Samstag war der erste Tag, an dem die "Rundschau" ohne Artikel aus einer eigenen Redaktion erschien.

Der Vorsitzende der Deutschen Journalisten-Union in ver.di, Ulrich Janßen, sagte: "Medienpolitische Fehlentscheidungen und soziale Kälte gehen bei der Verlagsleitung des WAZ-Konzerns Hand in Hand." Wie Janßen zeigte sich auch der Hauptgeschäftsführer des DJV, Kajo Döhring, erbost darüber, dass seitens der WAZ-Gruppe keine Transfergesellschaft eingerichtet wurde, um das Ausscheiden für Mitarbeiter abzufedern. "Wir werden nicht aufhören, dieses skandalöse Verhalten in die Öffentlichkeit zu tragen und das zynische Vorgehen der Manager und Gesellschafter bei der WAZ zu entlarven als das, was es ist: eine Riesen-Schweinerei!"

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