Heute kann es wieder tückisch glatt werden

An Rhein und Ruhr..  Tückisch war’s vor allem am Sonntagmorgen: Das Thermometer zeigte zwar vielerorts an Rhein und Ruhr Werte leicht über dem Gefrierpunkt. Weil’s jedoch in der Nacht ziemlich frostig zugegangen war, kamen viele Fußgänger, vor allem aber Autofahrer dennoch ins Rutschen. So ähnlich könnte es auch heute Morgen zugehen, wenn der Berufsverkehr einsetzt.

Bis neun Uhr etwa, schätzt der Meteorologe Roland Vögtlin vom Wetterdienst meteogroup, müsse man stellenweise mit Reifglätte rechnen – vor allem dort, wo es nachts aufklarte und Nebel aufzog. Wo genau die Glättefallen lauern, lasse sich kaum eingrenzen. „Das ist landesweit ein Problem“, so Vögtlin. Besonders aufpassen sollten Autofahrer an Flüssen, auf Brücken und natürlich im Bergland, wo es in den kommenden Nächten durchaus mal in Richtung minus acht Grad in den Keller gehen kann.

Bereits gestern hatte die Polizei wegen Glatteis viel zu tun. Im Kreis Wesel ereigneten sich sieben Verkehrsunfälle durch überfrierende Nässe. Meist blieb es bei leichten Verletzungen. Lediglich eine Radfahrerin, die auf einer stark vereisten Straße in Moers gestürzt war, musste ins Krankenhaus gebracht werden.

Auch in Mönchengladbach krachten die Fahrzeuge am Sonntagvormittag wegen Blitzeis in Serie ineinander. Binnen einer Stunde registrierte die Polizei sechs Unfälle mit einer Leichtverletzten.

Ein kleines Schneegebiet, das bereits am Samstag über Teile von NRW hinwegzog, sorgte ebenfalls für erhebliche Verkehrsprobleme. Die Autobahn A1 musste in der Eifel sogar zeitweise komplett gesperrt werden.