Gülle verseucht 50 Millionen Liter Wasser

Wipperfürth..  Ein Tank mit rund 1,5 Millionen Liter Gülle ist im vergangenen März absichtlich geöffnet worden, die Gülle konnte dadurch in die Neyetalsperre bei Wipperfürth laufen und das Gewässer verseuchen. Der natürliche Dünger aus Tierkot und -urin hatte zudem ein Fischsterben verursacht. Das geht aus einem Untersuchungsbericht an dem Umweltausschuss des Märkischen Kreises von Dienstag hervor.

Am 18. März war die Gülle auf einem Bauernhof in Halver aus einem Behälter ausgelaufen und über Zuflüsse und Bäche in die Neyetalsperre gelangt. Jemand habe den Schieber der Abfüllleitung geöffnet, heißt es im Bericht. Die Feuerwehr konnte nicht verhindern, dass die Gülle bis zu 50 Millionen Liter Wasser verunreinigte, wie der Wupperverband schätzt. Zwar konnte eine Gülleblase, die sich vor der Staumauer gebildet hatte, abgepumpt werden. Proben ergaben aber einen rund 500-fach erhöhten Gehalt an Ammonium-Stickstoff.

Die Polizei ermittelt weiter in einem Fall von möglicher Sabotage. Es gebe noch keinen Tatverdächtigen, sagte ein Sprecher. Die Neyetalsperre wird derzeit nicht als Trinkwasserreservoir genutzt.