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Großeinsatz in Kevelaer – Mädchen starb wohl an Grippe

28.03.2016 | 18:02 Uhr
Großeinsatz in Kevelaer – Mädchen starb wohl an Grippe
Der Traberpark Den Heyberg in Kevelaer-Twisteden. Dort gibt es frühere Bunker, die zu Ferienhäusern umgebaut wurden. In einem solchen Ferienhaus lebte das Mädchen, das Ostersonntag im Klinikum Essen starb.Foto: Tobias Patzkowsky

Kevelaer/Essen.   Der Tod eines achtjährigen Mädchens in Kevelaer scheint aufgeklärt. Das Kind starb wohl an einer Grippe. Zunächst war ein Zusammenhang mit dem Wohnort der Familie vermutet worden, einem Ferienhaus auf einem ehemaligen Munitionsbunker.

Einsatzkräfte in Schutzanzügen, eine provisorische Schleuse, Polizisten und Rettungssanitäter: Im sogenannten Traberpark Den Heyberg im Örtchen Twisteden bei Kevelaer müssen sich in der Nacht auf Ostermontag gespenstische Szenen abgespielt haben. Am Tag zuvor war ein achtjähriges Mädchen in der Essener Uni-Klinik aus unbekannten Gründen gestorben. Im Traberpark bei Twisteden wurde die Ursache vermutet. Vermutlich aber starb das Kind an einer Grippe.

Das Mädchen lebte in dem Traberpark mit seinen Eltern und fünf Geschwistern in einem zum Ferienhaus umgebauten ehemaligen Munitionsbunker. Vor einigen Tagen wurde die Kleine krank und musste mit Grippesymptomen erst in ein Krankenhaus im benachbarten Geldern, dann in die Essener Uni-Klinik eingeliefert werden, wo die Ärzte vergeblich um ihr Leben kämpften. Auch drei der Geschwister mussten ins Essener Klinikum eingeliefert und auf einer Isolierstation medizinisch betreut werden. Die Mutter und die zwei weiteren Geschwister kamen zur Untersuchung in ein niederrheinisches Krankenhaus.

Suche nach Hintergründen auf dem ehemaligen Munitionsdepot

„Es gab keine Hinweise auf ein Gewaltverbrechen“, sagte eine Sprecherin der Essener Polizei auf Anfrage der NRZ. Die dortige Kriminalpolizei ermittelt derzeit in dem Fall. Aufgrund der Geschichte des Traberparks kam es in der Nacht auf den Ostermontag zu dem spektakulären Einsatz dort.

Bis 1975 nutzten die britischen Streitkräfte das Gelände als Munitionsdepot. Danach waren die Amerikaner in Kevelaer-Twisteden stationiert, bis sie 1992 abzogen. Die 325 oberirdischen Bunker standen nur kurz leer. Ein Zusammenschluss von 30 Gesellschaften kaufte schon im Jahr darauf das gesamte Gelände. Zum einen entstand dort ein Traberzentrum. Andere Bunker werden als Lagerhallen genutzt oder zu Ferienwohnungen umgebaut. Auch ein Reisemobilhafen ist auf dem Gelände entstanden.

Keine Hinweise auf atomare, chemische oder biologische Stoffe

Um auszuschließen, dass möglicherweise militärische Altlasten ein Grund für die Erkrankung und den Tod des Kindes sein könnten, rückten gegen Mitternacht über 100 Einsatzkräfte von Feuerwehr, Polizei und Rettungsdiensten an. Darunter auch Spezialisten der „Analytischen Taskforce“ aus Essen, Köln und Dortmund. Rund zehn Stunden dauerte der Einsatz im Bereich des Ferienhauses, danach konnte Entwarnung gegeben werden. „Wir haben bei unseren Messungen keinen Hinweis auf atomare, chemische oder biologische Stoffe gefunden“, berichtete Philipp Köhler, der Sprecher der Kevelaerer Feuerwehr am Sonntag.

Die Ergebnisse der Obduktion durch die Rechtsmedizin stehen noch aus. Die Beobachtung der Krankheitssymptome der Geschwister ließen aber den Schluss zu, dass das Kind an den Folgen einer Grippe gestorben sei, so die Polizei.

Jan Jessen

Kommentare
29.03.2016
06:57
Großeinsatz in Kevelaer nach mysteriösem Tod eines Mädchens
von diemalwieder | #1

Ein Kind stirbt an einer Grippe, trotz Krankenhaus und Uniklinik?
Das ist recht ungewöhnlich.

12 Antworten
Großeinsatz in Kevelaer – Mädchen starb wohl an Grippe
von Wurzelputz | #1-1

Nein kenne ich von einer sehr jungen sportlich aktiven Kollegin, die an der echten Grippe innerhalb kurzer Zeit verstorben ist.

Großeinsatz in Kevelaer – Mädchen starb wohl an Grippe
von Kavaliersdelikt | #1-2

nein, die menschen können nur nicht die echten gefahren im leben von den unwichtigen unterscheiden.
so hat kaum jemand angst vor grippe, obwohl die wahrscheinlichkeit dran zu sterben millionenfach höher ist, als von einen terroristen ermordet zu werden.
es sterben auch zigtausendfach mehr menschen an insektenstichen als an angriffen von weißen haien. und jetzt raten sie mal, bei welchem anblick die menschen eher in panik geraten.

Großeinsatz in Kevelaer – Mädchen starb wohl an Grippe
von nobbi1204 | #1-3

Insekten ?

Blockierter Kommentar.
Name von Moderation entfernt | #1-4

Dieser Kommentar entsprach nicht unseren Nutzungsbedingungen und wurde daher entfernt. Weitere Informationen finden Sie unter: www.derwesten.de/netiquette

Großeinsatz in Kevelaer – Mädchen starb wohl an Grippe
von Kavaliersdelikt | #1-5

ja, nobbi1204, insekten.

Großeinsatz in Kevelaer – Mädchen starb wohl an Grippe
von spacedragon | #1-6

@nobbi1204 - Ja, Insekten. Malaria, Denguefieber und und und... all das wird von Insekten übertragen. Mücken sind eine der gefährlichsten Tierarten.

Stimmt, die Gefahr einer echten Grippe wird oft unterschätzt (ich gestehe, ich nehme sie auch nicht ernst genug).

Großeinsatz in Kevelaer – Mädchen starb wohl an Grippe
von gsabreakspecial | #1-7

Wir wissen auch nichts über die allgemeine Konstitution des verstorbenen Kindes oder evtl. Vorerkrankungen.

Großeinsatz in Kevelaer – Mädchen starb wohl an Grippe
von was.sollst | #1-8

@lastdalek

Wow, was einige Zeitgenossen alles aus diesem Artikel rauslesen können.

Großeinsatz in Kevelaer – Mädchen starb wohl an Grippe
von nobbi1204 | #1-9

Puuuhhh ... Da habe ich ja nochmal Glück gehabt.

Ich wollte zuerst Antwort B = der Weiße Hai nehmen oder so gar den Telefonjoker ziehen ...

Großeinsatz in Kevelaer – Mädchen starb wohl an Grippe
von Wurzelputz | #1-10

#1-2 bis #1-9

Das Schönste ist hier, dass hier keiner auf den möglichen Verdacht von #1 eingegangen ist ;-))

Großeinsatz in Kevelaer – Mädchen starb wohl an Grippe
von diemalwieder | #1-11

Danke wurzelputz :-)

Vielleicht hätte ich mich deutlicher ausdrücken sollen, aber was weiß ich, ob das dann nicht gelöscht worden wäre.

Es ist mir schon klar, dass viele Menschen an Grippe sterben. Aber:

"Am Tag zuvor war ein achtjähriges Mädchen in der Essener Uni-Klinik aus unbekannten Gründen gestorben."

Bei diesem Mädchen hat weder das Krankenhaus noch die Uniklinik die Grippe diagnostizieren können? Weshalb dann ein Gebiet abgesucht wurde.

Und: "Die Beobachtung der Krankheitssymptome der Geschwister ließen aber den Schluss zu, dass das Kind an den Folgen einer Grippe gestorben sei, so die Polizei."

Also bei den Geschwistern klappte das.

Sorry, das kommt mir sehr seltsam vor und nicht wirklich glaubwürdig. Nur meine ganz persönliche Meinung.



Großeinsatz in Kevelaer – Mädchen starb wohl an Grippe
von Ogun | #1-12

ja

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2016-03-28 18:02
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