Groschek wirft Bund massive Unterfinanzierung der Bahn in NRW vor

NRW-Verkehrsminister Michael "Mike" Groschek
NRW-Verkehrsminister Michael "Mike" Groschek
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NRW-Verkehrsminister Michael Groschek kritisiert die Bundesregierung für ihre Investitionen in die Bahn. Der SPD-Politiker hält das Geld, das in die Bahn fließt, für ungerecht verteilt. Nordrhein-Westfalen werde hier klar benachteiligt, sagte Groschek in einem Zeitungsinterview.

Köln.. Der nordrhein-westfälische Verkehrsminister Michael Groschek wirft der Bundesregierung eine massive Unterfinanzierung der Bahn in NRW vor. Wie im Straßenbau "ist auch hier die Benachteiligung eklatant", sagte der SPD-Politiker dem "Kölner Stadt-Anzeiger" . Der Investitionsplan des Bundes für die Bahn umfasse bis 2015 rund 8,6 Milliarden Euro.

"Gerade mal 167 Millionen davon fließen - oder besser: tröpfeln - nach NRW. Das ist ein Anteil von nicht einmal zwei Prozent. Wenn man bedenkt, dass wir über die Verkehrsdrehscheibe Europas reden, dann ist das ein schlechter Witz", kritisierte Groschek.

Der Staatssekretär im Bundesverkehrsministerium, Rainer Bomba (CDU), wies die Kritik zurück. NRW bekomme "von den 570 Extra-Millionen im Verkehrsetat 2013 für die Straße mit 96 Millionen das dickste Stück Kuchen", erklärte er. (dapd)