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Grippe-Welle

Grippewelle rollt weiter - NRW fiebert und schnieft

16.02.2013 | 14:09 Uhr
Grippewelle rollt weiter - NRW fiebert und schnieft

Aachen.  Viren und Bakterien schlagen zu: Viele in NRW liegen mit Grippe oder Erkältung im Bett Nach Angaben des Rober-Koch-Instituts sind Teile Nordrhein-Westfalens besonders stark betroffen. Offenbar sind die Infektionen diesmal viel hartnäckiger als sonst.

Nordrhein-Westfalen schnieft, hustet und keucht. Die Grippe- und Erkältungswelle in Deutschland hält unvermindert an. Arztpraxen sind voll, Schulklassen ausgedünnt, Arbeitsplätze bleiben leer. Teile Nordrhein-Westfalens, vor allem in der südlichen Hälfte, sind nach Angaben des Robert-Koch-Instituts besonders stark betroffen. "Leider sind in diesem Jahr deutlich weniger Leute geimpft, weil es diese unsäglichen Diskussionen über den Impfstoff gab", sagte der Dortmunder Mediziner Prosper Rodewyck.

Zwei Grippeimpfstoffe des Schweizer Konzerns Novartis waren zurückgerufen worden, weil in Italien Ausflockungen gefunden worden waren. "Wenn in der Zeitung erst einmal steht, dass ein Impfstoff schlecht war, dann heißt es nur: Die Impfung ist schlecht", meint der Arzt. In seiner Praxis hätten sich deutlich weniger Menschen impfen lassen als sonst.

Infektionen sind viel hartnäckiger als sonst

Schlagartig hohes Fieber und das Gefühl, richtig krank zu sein, da liege der Grippe-Verdacht nah. Die Infektionen seien viel hartnäckiger als sonst. Patienten brauchten 10 bis 14 Tage, um sich zu erholen, etwa dreimal so lang wie sonst. "Die Leute sind deutlich kränker", bestätigt auch der Düsseldorfer Allgemeinmediziner André Schumacher. Er schreibe die Patienten von vorneherein länger krank, "weil die Erfahrung zeigt, dass es mehr Zeit braucht, um gesund zu werden".

Erkältungen
Bettruhe und warmes Bier? Was wirklich bei Erkältung hilft

Hühnersuppe gegen Halskratzen, Nasenspülungen gegen Schnupfen, Schwitzen gegen Fieber? Bei Erkältungen schwören viele Menschen auf überlieferte Hausmittel. Was wirklich hilft, erklärt Stefan Gesenhues, Professor für Allgemeinmedizin an der Uni Duisburg-Essen.

Bei manchen Gelegenheiten sind die Lücken auch öffentlich sichtbar. FDP-Landeschef Christian Lindner erwischte es zum politischen Aschermittwoch. In einem Kölner Gymnasium blieb ein Lehrer auf den Halbjahreszeugnissen sitzen. Knapp die Hälfte seiner Schüler musste das Bett hüten. In Aachen wurden vorübergehend Buslinien eingestellt, weil die Personaldecke bei den Busfahrern zu kurz war.

In der Klasse einer Essener Grundschule stand die Klassenlehrerin vor einer halb leeren Klasse. Neun von 21 Kindern fehlten. "Sowas habe ich noch nicht erlebt", sagte die Klassenlehrerin. Selbst Kinder mit einer gewöhnlich robusten Gesundheit hatte es erwischt. Berufstätige Eltern kommen ins Schleudern, weil sie die kranken Kleinen betreuen müssen.

Noch längst keine Entwarnung

"Man sagt, wenn die Grippe ausbricht, fängt das bei den Kindern an", sagt Kinderarzt Thomas Fischbach in Solingen. Die Krankheitsbilder seien bei den kleinen Patienten ähnlich: Fieber, Husten, Schnupfen - die Kinder fühlen sich schlapp und elend, einfach krank. Manche haben noch Durchfall dazu.

Grippetote
Bereits 17 Menschen an Folgen der Grippe gestorben

Die Experten des Robert-Koch-Instituts warnen weiterhin vor einer stark erhöhten Influenza-Aktivität. Seit Oktober wurden 15.000 Fälle gemeldet. Bei der Hälfte der gestorbenen Patienten wurde das Schweinegrippe-Virus nachgewiesen.

Die meisten Fälle verliefen glimpflich, aber es komme auch immer mal wieder zu Komplikationen wie Mittelohrentzündung und Lungenentzündung, sagt der Sprecher des Bundesverbands Kinder- und Jugendärzte Nordrhein, Thomas Fischbach. Beim letzten Notdienst habe er gut doppelt soviel kleine Patienten gehabt wie sonst. Auch er bemerkt, dass deutlich weniger Kinder als üblich gegen Grippe geimpft sind.

Es deutet sich keine Entwarnung an. Wie schwer die Krankheitswelle gemessen an anderen Jahren ist, kann das Robert Koch Institut noch nicht sagen. "Die Schwere kann man nicht während einer laufenden Welle einordnen", sagte die Pressesprecherin des Robert Koch Instituts, Susanne Glasmacher. Die letzte schwere Grippewelle habe es im Winter 2008/2009 gegeben



Kommentare
19.02.2013
11:02
Grippewelle rollt weiter - NRW fiebert und schnieft
von liricherjung | #13

...also, ich würde einen Live-Ticker vorschlagen, so wie letztens bei der "Schnee-Katastrophe" oder dem "Papst-Rücktritt"....

11:17 Uhr Jupp Kasulke in Castrop-Rauxel-Bladenhorst schnieft heute bereits zum dritten Mal und fühlt sich auch sonst "ganz usselich"

11:19 Uhr im 12 km entfernten Herne-Baukau macht sich Anneliese Schmitz gerade den vierten Pfefferminztee NACHEINANDER!

LOL, das ist doch ein Witz hier....

17.02.2013
11:58
Grippewelle rollt weiter - NRW fiebert und schnieft
von dmb05 | #12

@RainerN #9-1

ich hoffe mal das Sie sich nur etwas mißverstänlich ausgedrückt haben, denn einen Arzt der prophylaktisch Antibiotika verschreibt sollte man schnellstens entsorgen !
Kein Wunder das wir hier in Deutschland ein Riesenproblem mit MRSA haben ...

2 Antworten
Missverständlich, okay
von RainerN | #12-1

vielleicht, hätte ich besser schreiben sollen, dass alle Anzeichen auf eine beginnende Komplikation hinweisen.

Missverständlich,okay
von RainerN | #12-2

vieleicht wäre es besser gewesen ich hätte geschrieben, bei beginnenden Anzeichen einer Komplikation.

17.02.2013
10:57
@B.Schmitz | #10
von Eduard79 | #11

Nicht nur die Regierung verbreitet Panik:

Lassen Sie sich mal die ersten Sätze dieses Artikels auf der Zunge zergehen - sie klingen wie die Einleitung aus einem Katastrophenfilm. Boulevard pur eben.

17.02.2013
08:39
Grippewelle rollt weiter - NRW fiebert und schnieft
von B.Schmitz | #10

Jedes Jahr haben Menschen eine Erkältung. Aber mit solchen Artikeln müssen wieder die Lobbyisten der Regierung unterstützt werden. Die Regierung kann ja wieder eine Panik verbreiten und Millionen für einen Impfstoff ausgeben den kein Mensch haben will. Ich verstehe diese Panikmache in keinster Weise. Früher hat auch kein Hahn danach gekräht wenn man mit Fieber, Schnupfen und Husten flach lag. Mittlerweile könnte man meinen, dass es nur noch Weicheier gibt, die für jeden Mist sofort zum Arzt rennen.

17.02.2013
00:31
#8 andi1179 BITTE VERBREITEN SIE NICHT DEN MYTHOS ANTIBIOTIKUM HILFT GEGEN GRIPPE (VIRUS)
von Meinungsbild_2100 | #9

Lieber andi1179,
bitte hauen Sie nicht Äpfel und Birnen durcheinander.
Entweder haben Sie einen grippalen Infekt (ist keine Grippe) oder eine richtigen Grippe (Influenza).
In den meisten Fällen hilft Ihr Tipp, Couch (Ruhe), Tee (viel trinken, wenig Essen). Anders gesagt: Drei Tage kommt sie, drei Tage bleibt sie, drei Tage geht sie. Keine Frage, eine echte Grippe fühlt sich richtig heftig an (eigene Erfahrung), aber in der Regel ist unser Immunsystem bestens dagegen gerüstet. Was aber wirklich von Unwissenheit zeugt, ist der Glaube, dass gegen Grippe (Virus) ein Antibiotikum hilft. Im Gegenteil, Sie bewirken mit Antibiotikum, dass sich Ihr Immunsystem zur Ruhe legt. Wenn ein Antibiotikum gegen Grippe helfen würde, dann könnten wir damit auch HIV bekämpfen. Ist aber leider nicht der Fall. Grippe Impfung hilft nur der Pharmaindustrie, weil es bei unzähligen Mutationen nur ein Schuss ins Blaue bleibt. Wer an die Wirkung glaubt, ist naiv und glaubt alles was einem andere erzählen.

1 Antwort
Richtig, aber
von RainerN | #9-1

Antibiotika HILFT NICHT gegen Grippe oder einen grippalen Infekt, KORREKT.

ABER oft haben diese Erkrankungen die unangenehme Eigenschaft, dass es durch das geschwächte Immunsystem des Körpers, zu zusätzliche Erkrankungen, sprich Komplikationen kommen kann, wie beispielsweise eine eiterige Mandelentzündung oder wenn keine Mandeln mehr vorhanden sind, Halsentzündung bei denen mit großer Wahrscheinlichkeit Bakterien (Halsabstrich) eine Rolle spielen, bei Nasennebenhölentzündungen, von letzterer war meine Frau einmal betroffen. Eine weitere Gefährdungen ist die, einer Lungenentzündung oder einer eiterigen Bronchitis. Bei bestimmten Herzerkrankungen wird Antibiotika prophylaktisch eingesetzt, um z.B. einer bakteriell bedingten Herzbeutelentzündung vorzubeugen.

Deshalb verschreibt mein Arzt bei einem grippalen Infekt, bzw. Grippe, wenn sich bereits abzeichnet, dass es zu einer der geschilderten Komplikation kommen kann, Antibiotika.

16.02.2013
21:31
Grippewelle rollt weiter - NRW fiebert und schnieft
von andi1179 | #8

Gewappnet vielleicht, aber nicht davon befreit. Seit einer Woche liege ich wirklich flach. Mit Couch, Tee und Co. Ich hoffe, dass jetzt bald die Antibiotika anschlagen.

Ich lass mich nicht gegen Grippe Impfen, weil es eine Aktiv Impfung ist und ich davon immer eine Erkältung bekomme. Aber die meiste Zeit geht es gut. Dann geh ich lieber regelmäßig in die Sauna und ernähr mich gesund.

16.02.2013
18:52
Wenn´s doch passiert
von bearny67 | #7

Man nehme:
5 steife Grog, ersatzweise eine halbe bis dreiviertel Flasche Glühwein.
Trinken.
Schlafen.
Hilft vielleicht nicht, ist aber lecker ;-)

16.02.2013
18:31
Grippewelle rollt weiter - NRW fiebert und schnieft
von Hutmacher | #6

#4 hat recht. Wer frische Luft schnappt, Gemüse und Obst ißt, der ist gewappnet!

1 Antwort
Grippewelle rollt weiter - NRW fiebert und schnieft
von osis | #6-1

Leider nicht. Mich hat es als kälteerprobten Ganzjahresradler, der kalt duscht und sich soweit ordentlich ernährt, trotzdem erwischt. So richtig... ;-)

16.02.2013
18:13
Grippewelle rollt weiter - NRW fiebert und schnieft
von st.reinhard | #5

Eine Erkältung ist keine Grippe und hat auch nicht mit der Impfung zu tun. Leider wird in dem Artikel alles durcheinander geworfen.
Die Meisten werden wohl an einem grippalen Infekt leiden und nicht an einem Influenza-Infekt.

16.02.2013
18:09
Grippewelle rollt weiter - NRW fiebert und schnieft
von mine1975 | #4

wer nicht ständig drinnen kluckt, nicht ständig Fast Food isst und auch mal zwischenzeitlich kalt statt warm duscht, sollte bestens gerüstet sein für die Grippewelle. Und jede Infektion hilft, den Körper für solche Attacken zu trainieren.
Aber leider hat unsere bequeme Gesellschaft solche Dinge schlichtweg verlernt.

1 Antwort
Grippewelle rollt weiter - NRW fiebert und schnieft
von a_ha | #4-1

Ich klucke gern drinnen und dusche nie kalt - bis jetzt bin ich gesund.(toitoitoi)
Aber: Ich meide den ÖPNV, Gaststätten und Einkaufszentren bei Grippewellen.
Wie gesagt.
Ich klucke gern drinnen.

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