Germanwings-Absturz - Mehr als 50 Absturz-Opfer aus NRW

Die Absturzstelle der Germanwings-Maschine in den französischen See-Alpen
Die Absturzstelle der Germanwings-Maschine in den französischen See-Alpen
Foto: dpa
Was wir bereits wissen
An Tag eins nach dem Absturz von Germanwings-Flug 4U 9525 gehen die Bergungsarbeiten weiter. Die Trauer um die Opfer ist groß. Die Chronik des Tages.
  • Am Mittwoch haben Einsatzkräfte erste Leichen geborgen
  • Die französischen Ermittler haben auswertbare Daten vom Stimmrekorder gesichert
  • Nach der zweiten Blackbox wird noch gesucht
  • Frankreichs Präsident Hollande bestätigt: keine Überlebenden
  • Zahl der deutschen Opfer liegt bei 75 - 64 davon aus NRW
  • Opfer auch aus Essen/Lünen, Dortmund, Mülheim, Dinslaken, Wuppertal und Neuss

Essen.. Nach dem Absturz der Germanwings-Maschine in den französischen Seealpen gehen die Bergungsarbeiten am Mittwoch weiter. Die Trauer um die Opfer ist groß - vor allem in Haltern am See. Von hier kamen 16 Schüler und Schülerinnen sowie zwei Lehrerinnen, die bei dem Unglück ums Leben kamen.

Die Ereignisse des Tages im Überblick:

Der Ticker lädt – bitte haben Sie einen Moment Geduld.

Bergungsarbeiten dürften Wochen dauern

Die Bergungsarbeiten in den Alpen werden nach Angaben des französischen Innenministeriums "Tage oder Wochen" dauern. Die Wucht des Aufpralls ließ den Airbus A 320 von Germanwings laut Rettungskräften in kleinste Trümmer zerbersten. "Alles ist pulverisiert. Man kann nichts mehr auseinanderhalten", sagte ein Feuerwehr-Leutnant am Mittwoch der Zeitung "Le Monde".

Bei dem Absturz von Flug 4U 9525 in den französischen Seealpen waren am Dienstag alle 150 Menschen an Bord ums Leben gekommen. Über die Ursachen ist weiterhin nichts bekannt.

Neben den wohl 75 deutschen Opfern, die das Auswärtige Amt am Donnerstag bestätigte, waren auch Passagiere aus Spanien, Großbritannien, Dänemark, Australien, Israel, Mexiko, Kolumbien, Argentinien und Japan an Bord. US-Präsident Barack Obama und Papst Franziskus drückten den Angehörigen ihr Beileid aus. Beileidsbekundungen kamen auch aus zahlreichen anderen Ländern.

Kein Kontakt zu Piloten

Nach Angaben der französischen Behörden hatte die Flugüberwachung kurz vor dem Crash noch vergeblich versucht, Kontakt zu den Piloten aufzunehmen. Erste Informationen zum Ablauf des Unglücks erwarten die Ermittler von der Auswertung eines Flugschreibers, der bereits geborgen wurde.

"Das Einzige, was ich sagen kann, ist, dass dieser schnelle Höhenverlust des Flugzeugs für den Augenblick unerklärt bleibt", sagte der Staatsanwalt von Marseille, Brice Robin, dem Fernsehsender BFM TV. Seine Behörde nahm wegen des Verdachts der fahrlässigen Tötung Ermittlungen auf. (mit dpa)