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Extraschicht

Genießer-Tour im VIP-Bus bei der Extraschicht

01.07.2012 | 16:16 Uhr
So sehen Sieger aus: 30 WAZ-Leser hatten eine VIP-Tour durch die Nacht der Industriekultur gewonnen. Erster Stopp war Zollverein.Foto: Ulrich von Born/ WAZ FotoPool

Essen.   30 WAZ-Leser werden im VIP-Bus durch die Nacht kutschiert. Staunen auf dem Zollverein-Gelände, eine traumhafte Fernsicht von der Halde Hoheward und das große Finale im Nordsternpark Gelsenkirchen.

Die schlechte Nachricht zuerst: Man kann unmöglich alles schaffen. So viel Spektakel, so viel Feuerwerk, Musik und Tamtam – das sprengt jeden Zeitplan. Also: Highlights herauspicken und genießen. So wie es die 30 WAZ-Leser tun, die eine exklusive Tour durch die Nacht gewonnen haben.

Die Meinerts feiern Hochzeitstag

Es ist herrlich, mal wieder bewusst durch die Heimat zu laufen. Und noch schöner ist es, bequem im VIP-Bus kutschiert zu werden. Die Rundreise ins Glück macht an drei entscheidenden Industriestandorten Halt. 1. Station: Zollverein, Essen; 2. Station: Ewald, Herten; 3. Station: Nordsternpark, Gelsenkirchen. Und mittendrin ein bestens aufgelegter Ruhr-Tourismus-Guide Peter Bartel mit vielen Anekdoten über die Zeit der Zechen und Krupps und anderen Storys über Kohle und Geld.

Info
Besucherrekord
  • Wie die Ruhr Tourismus GmbH am Sonntag mitteilte, wurden knapp 230.000 Besucher von der Nacht der Industriekultur angelockt. Besonders stark gefragt: Zollverein in Essen. 38.000 Gäste sahen sich hier Ausstellungen und Lichtinstallationen an.
  • Ebenfalls mehrere zehntausend Besucher zog es jeweils in die Bochumer Jahrhunderthalle, zur Kokerei Hansa in Dortmund, an die Henrichshütte Hattingen und in den MüGa-Park Mülheim.
  • Es war die 12. Nacht der Industriekultur – und für einige eine Premiere. Zum ersten Mal beteiligten sich u.a. die Brückenskulptur „Slinky springs to fame“ in Oberhausen, die Kläranlagen Deusen in Dortmund und Emschermündung in Dinslaken, die Ruhr-Uni Bochum und Haus Witten.

Schon der Tag ist für Rita und Bernd Meinert aus Oberhausen etwas ganz Besonderes gewesen, da sollen Abend und Nacht in nichts nachstehen. Die Meinerts feiern heute ihren 40. Hochzeitstag – verliebt wie am ersten Tag genießen sie die Tour. „Die Schönheit des Ruhrgebiets ist einmalig“, sagt Rita Meinert. Ganz besonders angetan ist das Paar von der wunderschönen Fernsicht, die ihm die Halde Hoheward in der Dämmerung beschert.

Es riecht nach Arbeit und Popcorn

Vorher Zollverein, dann Ewald. Es riecht nach Kohle und Arbeit, aber auch nach Bratwurst und Popcorn. Wenn die Industriekultur ein Volksfest feiert, geht es zünftig zu und romantisch. Diese alten Maschinenhallen, die an manchen anderen Abenden so verwittert und verbittert aussehen, durch die feine Beleuchtung, durch Laser und Feuerwerk wirken sie jetzt ganz sanft.

 Sagenhaft, wie Mountainbiker in der Dunkelheit die Halde hinunterbrettern und mit ihren Lichtern zunächst wie ein Schwarm Glühwürmchen aussehen, der groß, größer und riesengroß wird. Danach ein Feuerwerk. „Ah!“, „Oh!“, weiter geht’s im VIP-Bus.

Extraschicht in Essen

Letzter Halt, Nordsternpark

Es ist eine Mischung aus Erleichterung und Mitleid, die die WAZ-Reisegruppe beim Anblick der wartenden Menschenmengen an den Haltestellen der Extraschicht-Busse unterwegs begleitet. Der VIP-Bus rauscht vorbei. Letzter Halt, Nordsternpark. Mitternacht steht vor der Tür, und man mag es nicht glauben. 230 000 Besucher sollen insgesamt bei der Extraschicht im Ruhrgebiet auf den Beinen sein. In diesem Moment sieht es so aus, als wären sie alle hier in Gelsenkirchen. So viel Trubel und Glamour am alten Gemäuer zu dieser Uhrzeit. Sagenhaft!

Extraschicht 2012

 

Kirsten Simon



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