Fuß vom Gas! Der dritte Blitzermarathon in NRW steht an

Der Blitzer-Marathon geht am Mittwoch in die dritte Runde
Der Blitzer-Marathon geht am Mittwoch in die dritte Runde
Foto: Kai Kitschenberg/WAZ Fotopool
Es wird wieder geblitzt. Der 24-Stunden-Blitzermarathon findet zum dritten Mal statt. Am 24./25. Oktober müssen Autofahrer wieder den Fuß vom Gas nehmen. Ab 6 Uhr morgens steht die Polizei bereit, um Autofahrer zu kontrollieren. Erstmalig geht der Blitzermarathon über unsere Landesgrenzen hinaus.

Essen.. Insgesamt über eine Million Verkehrsteilnehmer wurden bei den vergangenen Blitzermarathons überprüft, 39.000 Fahrer erwischte die Polizei beim Rasen. So sieht die Bilanz nach bisher zwei 24-Stunden Blitzermarathons aus. Am 24. und 25 Oktober startet die dritte Verkehrskontrolle. Beim ersten Marathon fuhren insgesamt vier Prozent der Autofahrer zu schnell, beim zweiten Mal waren es nur noch drei Prozent.

"Statistisch lässt sich nicht belegen, welchen Anteil die verstärkten Polizeikontrollen daran haben. Aber ich bin davon überzeugt, dass die öffentlichen Diskussionen um die Blitz-Marathons einen wichtigen Beitrag zur Verkehrssicherheit geleistet haben“, sagte der NRW-Innenminister Ralf Jäger.

Kontrolle über Landesgrenzen hinaus

Ab sechs Uhr morgens wird die Polizei wieder an zahlreichen "Wutpunkten" in NRW kontrollieren. Doch nicht nur die Polizei in Nordrhein-Westfalen lauert auf die Raser. Gleichzeitig messen auch die Kollegen der Polizei in Niedersachsen und den Niederlanden die Geschwindigkeit und blitzen zu schnelle Autofahrer.

"Die Niederlande, Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen handeln Hand in Hand. Das ist eine Kooperation neuer Dimension. Rasen hört nicht an Ländergrenzen auf. Überall in Europa ist zu hohe Geschwindigkeit der Killer Nummer eins ", sagte Innenminister Ralf Jäger am Donnerstag in Düsseldorf.

Wutpunkte werden berücksichtigt

Auch beim dritten Blitzmarathon werden die Vorschläge der Bürger und Bürgerinnen für bestimmte Messpunkte berücksichtigt. Mittlerweile gehören diese sogenannten "Wutpunkte" schon zu festen Messstationen. "Die Bürgerbeteiligung wird damit weiter konsequent fortgesetzt", versicherte Ralf Jäger.

Am Montag sollen die Standorte für den dritten Marathon bekannt gegeben werden.