Fütterungsverbote und Modellversuche

Tauben finden in den Städten ein reichhaltiges Futterangebot vor. Lebensmittelreste werden auf die Bürgersteige geworfen, Papierkörbe quellen über, Tierfreunde streuen Futter aus.

Das hat Folgen für die Städte. „Eine einzige Taube produziert vier bis zwölf Kilogramm Kot pro Jahr“, sagt ein Vogelkundler. Die im Kot enthaltenen Säuren nagen an der Bausubstanz.

In manchen Städten gibt es deshalb Taubenfütterungsverbote. So heißt es in Paragraf 13 der städtischen Sicherheits- und Ordnungsverordnung in Duisburg: „Wildtauben und verwilderte Haustauben dürfen nicht gefüttert werden. Verstöße können mit einer Geldbuße von bis zu 1000 Euro geahndet werden“.

Es gibt erfolgreiche Modellversuche: In Moers leben 500 Tiere in einem Taubenhaus. Sogenannte „Ein-Euro-Jobber“ halten es sauber. 1400 Eier entnahmen sie im letzten Jahr den Nestern. Wären sie ausgebrütet worden, hätte sich der Bestand um 7000 Tiere erhöht – und es lägen 84 000 Liter Kot mehr in der Stadt.