Für 250 Fahrer ist nach Blitzer-Marathon wohl der Lappen weg
11.02.2012 | 14:23 Uhr 2012-02-11T14:23:50+0100
Essen. 17.169 Temposünder wurden von der Polizei NRW während des 24-stündigen Blitzer-Marathons erwischt. 250 Autofahrer müssen um ihren Führerschein fürchten. Die Aktion der Polizei NRW soll im Frühjahr und Herbst wiederholt werden.
Innenminister Ralf Jäger zeigt sich zufrieden mit dem ersten landesweiten 24-Stunden-Blitz-Marathons. „Die Autofahrer sind verantwortungsbewusster gefahren. Mit der Aktion ist es gelungen, vielen Menschen ins Bewusstsein zu rufen, wie gefährlich zu schnelles Fahren ist. Es ist auch klar geworden, dass es der NRW-Polizei um weniger Tote im Straßenverkehr geht und nicht um mehr Knöllchen“, zog Jäger am Samstag ein Fazit. „Auf unseren Straßen sterben viel zu viele Menschen. Zu hohe Geschwindigkeit ist Killer Nr. 1. Wir werden deshalb den Blitzer-Marathon im kommenden Frühjahr und Herbst wiederholen.“
31 Autofahrer alkoholisiert oder unter Drogeneinfluss
Die Polizei kontrollierte landesweit rund 456.000 Verkehrsteilnehmer, von denen Trotz der Ankündigung des Blitz-Marathons 17.169 zu schnell fuhren. Insgesamt waren 250 Autofahrer so schnell, dass ihnen ein Fahrverbot droht, acht von ihnen mussten den Führerschein an Ort und Stelle abgeben. 31 Autofahrer waren alkoholisiert oder standen unter Drogeneinfluss. 307 hatten sich nicht angegurtet.
Der schnellste Raser wurde innerorts mit 103 statt der erlaubten 50 km/h in Hennef im Rhein-Sieg-Kreis gemessen. Dabei handelte es sich um 23-jährigen Kölner auf dem Weg zu einer Karnevalssitzung. Er muss mit einem Bußgeld in Höhe von 280 Euro, zwei Monaten Fahrverbot sowie vier Punkten in der Verkehrssünderkartei in Flensburg rechnen. Im 70er Bereich der B 55 im Kreis Gütersloh war der schlimmste Raser mit 148 Kilometern unterwegs. Auch diesem Raser droht ein Bußgeld von mindestens 600 Euro verbunden mit einem dreimonatigen Fahrverbot und vier Punkten.
Lünenerin raste gleich zweimal in die selbe Radarfalle
Unbelehrbar war eine Lünenerin, an der B 236 gleich zwei Mal, nämlich am Vormittag und am Nachmittag an derselben Kontrollstelle geblitzt wurde. Dabei wurde jeweils ein Verwarnungsgeld fällig. Lehrreich und aufregend war der Blitzmarathon für eine Grundschulklasse in Dortmund. Ihr Wandertag wurde kurzerhand zu dem Besuch einer Laserkontrollstelle genutzt.
Insgesamt beteiligten sich fast 3.000 Polizistinnen und Polizisten an der Aktion. An 1.400 Messstellen im Land setzte die Polizei rund 120 Radar- und 670 Lasergeräte ein. Der Blitzmarathon ist Teil der im November gestarteten langfristigen Strategie „Brems Dich - rette Leben!“

11:08
... wie eine besengte S A U durch die Gegend brettert und prompt geblitzdingst wird...
dann trifft es fürwahr absolut den Richtigen. Für solche "Idioten" gibt es einen gleichnamigen "Test". Und den ÖPNV.
10:38
Wie blöd muss man sein, wenn das auch noch vorher angekündigt wird. Wahrscheinlich lebt man im Alkohol- und Drogenrausch neben der Realität, schön bekloppt.
12:55
365 Tage unangekündigt blitzen, und die Raser kommen ins schwitzen...
12:50
Leider sind die Geldbußen zu lächerlich. Wie oft wird gesagt : "na und dann bezahle ich die paar Euro. " Und wer bei einer so heftig angekündigten Aktion gelasert wird ist charakterlich wohl ungeeignet ein KFZ zu führen.
11:08
die 250 sind alleine hier bei uns am wochenende durchgeknallt, 30 iger zone, aber pro reifen.keine kontrolle weit und breit.
09:53
@ shanachie (#13):
Wie kommen Sie zu der Überzeugung, die von Ihnen genannten Geschwindigkeitsbegrenzungen wären "willkürlich"?? Für die ganz dummen Autofahrer, die es ohne Hinweis nicht kapieren, weil sie nicht von hier bis dort denken können, bringt man jetzt schon BEGRÜNDUNGEN an den Schildern an - und trotzdem schnallen sie es nicht und reden von "Willkür"!?! Hurra!
Und ja, 30 km/h drüber auf der Autobahn und 20 km/h drüber innerorts ist definitiv zu viel!
07:47
Bisher wurde ich fast ausschließlich auf gut ausgebauten Strassen mit kleinen Überschreitungen geblitzt.
Z.B. 2-spurig, baulich getrennte Fahrspuren, aber Tempo 70
Ausfallstrasse aus der STadt ohne Gehweg mit Industriegebiet am Strassenrand, das durch einen Zaun abgegrenzt wurde, aber Tempo 30.
Natürlich stehen die Blitzer an solchen Stellen, denn dort bringt es Geld bzw. die tollen Schlagzeilen. Wirkliche Raser sind in der Minderheit und werden durch solche Aktionen nicht gefasst.
Drogen und Alkoholkontrolle sind zu befürworten.
Es wäre aber schön, wenn endlich auch vor Schulen kontrolliert würde. Die Bequemlichkeit und Rücklosigkeit der Eltern ist häufig gefährlich. Das bezieht sich auf das Parken, Rangieren und die Geschwindigkeit. In den USA, wo der Sheriff von der Bevölkerung abhängt, steht häufig ein Wagen direkt vor der Schule. Das zeigt, dass sich die POlizei um die Sorgen der Bürger kümmert. Die getarnten Blitzer sind das Gegenteil.
07:12
Zitat von "rredfly" : Kontrollen müssten viel mehr in Wohngebieten z. B. auch an Schulen und Kindergärten stattfinden. Zitat Ende.
Stellt sich die Frage: Wie kommen dann die "Kleinen" demnächst zur Schule oder in den Kindergarten?
Dort sind es oft die Eltern die rasen oder ständig im Gefahrenbereich (absolutes Halteverbot) parken.
Vielleicht sollte man mal die Egonummer auf der Straße beenden und daran denken, dass auch noch andere Bürger daran teilnehmen.
Aber PS werden hier wohl mit "Macht" verwechselt.
22:36
250 Schwachmaten weniger unterwegs.Dafür die Erkenntnis,dass ein Großteil dieser Vollblutidioten sich mit Ohrenstöpseln und Schweißerbrillen durch das tägliche Nachrichtenleben wuselt.
20:43
1A, gerne wieder!
nächstes Mal aber bitte ohne Vorankündigung! ;o)