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Freude in NRW über Friedensnobelpreis an EU

12.10.2012 | 14:55 Uhr
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Die Auszeichnung der Europäischen Union mit dem Friedensnobelpreis ist in Nordrhein-Westfalen durch die Bank positiv aufgenommen worden. "In Zeiten, in denen die Europäische Union heftiger Kritik ausgesetzt ist, bedeutet diese Preisvergabe eine richtige und verdiente Anerkennung", sagte Europaministerin Angelica Schwall-Düren (SPD) am Freitag in Düsseldorf.

Düsseldorf (dapd-nrw). Die Auszeichnung der Europäischen Union mit dem Friedensnobelpreis ist in Nordrhein-Westfalen durch die Bank positiv aufgenommen worden. "In Zeiten, in denen die Europäische Union heftiger Kritik ausgesetzt ist, bedeutet diese Preisvergabe eine richtige und verdiente Anerkennung", sagte Europaministerin Angelica Schwall-Düren (SPD) am Freitag in Düsseldorf. Zudem sei der Friedensnobelpreis eine Ermutigung, den eingeschlagenen Weg weiterzugehen. Der Preis sei "genau das richtige Signal zum richtigen Zeitpunkt", sagte Schwall-Düren.

Die CDU lobte die Entscheidungsfindung des Nobelpreiskomitees. Es handele sich um "eine der klügsten Entscheidungen seit Jahren", sagte der Landesvorsitzende Armin Laschet. Nirgendwo auf der Welt seien jahrhundertealte Feindschaften mit Millionen Toten in eine Friedens- und Freiheitsgemeinschaft verwandelt worden. "Dieses Projekt auszubauen und Europa zu stärken ist, in einer globalisierten Welt gerade auch im deutschen Interesse", sagte Laschet.

Der FDP-Landesvorsitzende Christian Lindner hob die Auszeichnung insbesondere mit Blick auf die derzeitigen Euro-Krise hervor. Mit dem Friedensnobelpreis werde wieder an die zivilisatorischen Fortschritte durch die europäische Einigung erinnert, während in der Staatsschuldenkrise teilweise "noch nicht überwundene Ressentiments" in den Vordergrund gerückt seien. Die Europäer würden ermuntert, die gegenwärtigen Herausforderungen "als Geburtswehen eines erneuerten Europas zu verstehen", sagte Lindner.

Grüner Lobgesang auf europäische Einheit

Auch die Grünen nutzten die Auszeichnung der EU zu einem Lobgesang auf die europäische Einheit. "Die EU ist ein einzigartiges Friedensprojekt und mehr als nur Krise und Moloch", sagte der europapolitische Sprecher der Grünenfraktion, Stefan Engstfeld. Sie stabilisiere den Kontinent und wirke auch über die Grenzen hinweg für ein friedliches Zusammenleben der Völker. Der Friedensnobelpreis gebe Mut und Antrieb, das "noch unfertige Projekt Europa weiter zu vollenden", erklärte Engstfeld.

Das Nobelpreiskomitee begründete seine Entscheidung am Freitag damit, dass die EU und ihre Vorläufer seit mehr als sechs Jahrzehnten zu Frieden und Versöhnung, Demokratie und Menschenrechten in Europa beitrügen. Auch wenn die EU derzeit mit wirtschaftlichen Schwierigkeiten zu kämpfen habe, wolle das Nobelkomitee den Blick auf den wichtigsten Erfolg der Union richten: den erfolgreichen Kampf für den Frieden und die Demokratie.

dapd

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