Flüchtlinge strömen in ungewöhnlich großer Zahl nach NRW

Ein ungewöhnlich starker Strom von Flüchtlingen bringt die Aufnahmeeinrichtungen in NRW an ihre Kapazitätsgrenzen. "Wir sind gegenwärtig mit sehr hohen Zugangszahlen konfrontiert - für die Saison untypisch", sagte ein Sprecher der Bezirksregierung Arnsberg am Donnerstag. Am Mittwoch seien knapp 840 Menschen angekommen, am Donnerstag gut 730. Die Behörde ist landesweit für die Unterbringung von Asylsuchenden zuständig. "Seit vergangenem Herbst verläuft die Zugangswelle in nicht gekannten Zahlen", erklärte der Sprecher.

Arnsberg.. Eine Anlaufstelle für Flüchtlinge in Dortmund-Hacheney hatte am Mittwoch wegen dreifacher Überbelegung einen Aufnahmestopp ausgesprochen. Die Türen hätten dann aber doch nicht geschlossen werden müssen, da kurzfristig 700 Plätze unter anderem in Hagen und Marl zur Verfügung gestellt wurden, wie Stadtsprecher Michael Meinders berichtete.