Flüchtlinge sollen in Zelten unterkommen

Linnich..  Um die große Zahl von Flüchtlingen zu bewältigen, hat sich die Kölner Bezirksregierung jetzt zu einer Notmaßnahme entschieden. In Linnich im Kreis Düren seien vorübergehend 200 Menschen in Zelten des Katastrophenschutzes einquartiert worden, sagte ein Sprecher der Bezirksregierung Köln gestern. „Es handelt sich um eine kurzfristige Lösung.“

Wenn die Auflagen zum Brandschutz erfüllt sind, sollen sie in der eigentlichen Unterkunft - einer ehemaligen Polizeischule - untergebracht werden. Insgesamt befinden sich auf dem Gelände rund 500 Flüchtlinge. Es ist das erste Mal, dass NRW Flüchtlinge in Zelten unterbringt.

Proteste der Bürger

In Duisburg war diese Lösung bereits im vergangenen Jahr vorbereitet, jedoch nach heftigen Protesten wieder verworfen worden. 160 Menschen sollten in 20 Zelten auf einem Asche-Sportplatz untergebracht werden. In einer Petition hatten sich Bürger an die Stadt gewandt; der Plan sorgte damals bundesweit für Aufsehen. Die Stadtverwaltung in Duisburg lenkte schließlich ein und baute die Zelte wieder ab. Das war im Herbst, und anders als jetzt musste mit Regen, Schnee und Kälte gerechnet werden.