Flüchtlinge – Kleine Kommunen bekommen Pause bei Zuweisung

Derzeit kommen rund 1500 Flüchtlinge pro Woche in NRW an. Vor wenigen Monaten waren es noch bis zu 16.000 pro Woche.
Derzeit kommen rund 1500 Flüchtlinge pro Woche in NRW an. Vor wenigen Monaten waren es noch bis zu 16.000 pro Woche.
Foto: Federico Gambarini/dpa
Asylbewerber werden in NRW derzeit nur auf Großstädte verteilt, kleine Kommunen erhalten eine Pause. Die Flüchtlingszahlen sind stark rückläufig.

Dortmund.. Kleine Kommunen in NRW können derzeit bei der Unterbringung neuer Flüchtlinge durchatmen. Momentan würden Asylbewerber aus den Einrichtungen des Landes nur auf einige Großstädte verteilt, sagte die Arnsberger Regierungspräsidentin Diana Ewert (SPD) am Mittwoch in Dortmund. Größere Städte hätten in der Vergangenheit ihr Soll nicht erfüllt.

Flüchtlinge Derzeit kämen durchschnittlich nur rund 1500 Flüchtlinge pro Woche in NRW an. Das sei mit den Zahlen der vergangenen Monate nicht zu vergleichen, in denen bis zu 16.000 Menschen pro Woche Zuflucht in NRW gesucht hätten.

Derzeitige Lage wohl nur Verschnaufpause

Ewert sieht aber die derzeitige Lage nur als Verschnaufpause. "Die Flüchtlinge sind nicht auf einmal weg", sagte sie. Sie würden nur aufgehalten. Sie gehe davon aus, dass mit besserem Wetter die Zahlen auch wieder steigen. Außerdem sei auch aufgrund des EU-Abkommens mit der Türkei mit internationalen Zuweisungen zu rechnen. Darüber hinaus könne man nicht ausschließen, dass die Menschen alternative Wege zur geschlossenen Balkan-Route finden oder andere Wege über das Mittelmeer nach Europa nutzen. (dpa)