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Fliegerbombe im Dortmund-Ems-Kanal gesprengt

14.10.2012 | 16:07 Uhr

Mit einer gezielten Sprengung ist eine 125 Kilogramm schwere Fliegerbombe im Dortmund-Ems-Kanak in Münster unschädlich gemacht worden. Der Sprengsatz wurde am Sonntag mit knapp einstündiger Verspätung um 11.52 Uhr ferngezündet; eine etwa 30 Meter hohe Wasserfontäne stieg aus dem Kanal empor, wie die Stadtverwaltung mitteilte. Von entstandenen Schäden war zunächst nichts bekannt.

Münster (dapd-nrw). Mit einer gezielten Sprengung ist eine 125 Kilogramm schwere Fliegerbombe im Dortmund-Ems-Kanak in Münster unschädlich gemacht worden. Der Sprengsatz wurde am Sonntag mit knapp einstündiger Verspätung um 11.52 Uhr ferngezündet; eine etwa 30 Meter hohe Wasserfontäne stieg aus dem Kanal empor, wie die Stadtverwaltung mitteilte. Von entstandenen Schäden war zunächst nichts bekannt.

Die Sprengung war ursprünglich für 11.00 Uhr angesetzt. Da die Absperrungen zur Evakuierungszone allerdings mehrfach von Schaulustigen durchbrochen wurden, musste der Zündvorgang abgebrochen und verschoben werden. Um die Evakuierung einzuhalten, war auch ein Hubschrauber im Einsatz. 300 Meter rund um die Sprengstelle durften sich keine Menschen mehr befinden. Rund 100 Anwohner waren von der Evakuierung betroffen.

Bereits um 9.00 Uhr musste die Gefahrenzone geräumt werden. Innerhalb des Bereichs mussten auch Fahrzeuge und Gasflaschen entfernt, die Stromversorgung abgeschaltet und Hauptgasleitungen entleert werden. Ein Taucher des Kampfmittelbeseitigungsdienstes befestigte die Sprengladung an der in fast sechs Metern Wassertiefe liegenden Bombe. Bevor der Sprengsatz gezündet wurde, explodierten zwei kleine Sprengkapseln im Wasser. Dadurch sollten Fische aus dem Gefahrenbereich vertrieben werden. Gegen 14.00 Uhr wurde die Evakuierung aufgehoben. Am Sonntagabend sollte auch der Schiffsverkehr auf dem Dortmund-Ems-Kanal wieder freigegeben werden.

Nach zwei folgenschweren Bombensprengungen in München und Viersen, bei denen es zuletzt zu erheblichen Schäden gekommen war, wurde die Aktion in Münster mit Spannung beobachtet. Die Bombe wurde durch Auswertungen von Luftbildaufnahmen im Vorfeld der Kanalerweiterung entdeckt und konnte nicht entschärft werden. Rund 220 Rettungskräfte waren im Einsatz.

dapd

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