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Experten halten geplanten Radschnellweg im Revier für realisierbar

22.02.2012 | 18:51 Uhr
Experten halten geplanten Radschnellweg im Revier für realisierbar
Beim Stillleben auf der A 40 (hier ein Archivbild) kamen Radler relativ flott von A nach B. Im Jahr 2020 soll das zur Regel werden, wenn der geplante Radschnellweg fertiggestellt ist. Foto: Katrin Figge

Essen.   Bis zum Jahr 2020 soll eine Fahrradroute Duisburg und Hamm miteinander verbinden. Die Kosten für die rund 100 Kilometer lange Strecke werden sich wohl auf rund 100 Millionen Euro belaufen. Projekt soll die A 40 beim Pendlerverkehr deutlich entlasten.

Der angedachte Radschnellweg quer durchs Ruhrgebiet ist realisierbar, in dem dicht besiedelten Ballungsraum mit 5,2 Millionen Einwohnern bietet sich für das Projekt sogar ein „herausragendes Potenzial“. Zu diesem Schluss kommen Fachleute vom Dortmunder Büro Planungssocietät, die eine Konzeptstudie zu dem Schnellweg erstellt haben. Nach Vorstellungen des Regionalverbands Ruhr (RVR) soll die ausgebaute Fahrradroute bis zum Jahr 2020 Duisburg und Hamm miteinander verbinden und die A 40 beim Pendlerverkehr spürbar entlasten.

Je nach Trasse kommt man auf eine Gesamtlänge von 85 oder 100 Kilometern. Ein Haken: Die Studie macht noch keine Aussagen zur Verfügbarkeit von Grundstücken, die im östlichen Ruhrgebiet ein Problem sein könnte. Bis dato sind auf Essener Stadtgebiet erst fünf Kilometer der angedachten Radroute ausgebaut, für den Weiterbau nach Duisburg gibt es eine politische Willensbekundung, der Weiterbau nach Osten ist noch völlig offen.

Windfänge sorgen für Rückenwind

Sicher ist: Der Radschnellweg wird nicht billig. Die Dortmunder Experten haben Gesamtkosten von etwa 100 Millionen Euro errechnet, also eine Million Euro pro Kilometer oder etwas mehr. Eine Autobahn freilich kostet das 5- bis 7-Fache – und wenn Brücken im Spiel sind, noch mehr.

Der Radweg soll fünf Meter breit sein, durchgängig asphaltiert, mitunter könnten Windfänge für Rückenwind sorgen. Der Weg würde - da ist die Studie ganz deutlich - das Radfahren im Ruhrgebiet sehr viel attraktiver machen. Beispielsweise würde sich die Fahrtzeit von Mülheim Hauptbahnhof bis Duisburg Abzweig Uni von jetzt 41 auf 20 oder sogar 16 Minuten verkürzen.

„Die Studie zeigt, dass der Radschnellweg mehr ist als eine Vision, er ist machbar“, so RVR-Planungschef Martin Tönnes. Das Papier soll im März den Verbandsgremien vorgestellt werden und Grundlage sein für eine viel detaillierte, etwa 400 000 Euro teure Machbarkeitstudie. Für diese will der RVR Bundesmittel beantragen.

Holger Dumke

Kommentare
23.02.2012
13:28
Experten halten geplanten Radschnellweg im Revier für realisierbar
von dumper | #22

Da steht auch :
Ein Haken: Die Studie macht noch keine Aussagen zur Verfügbarkeit von Grundstücken, die im östlichen Ruhrgebiet ein Problem sein...
Weiterlesen

1 Antwort
Experten halten geplanten Radschnellweg im Revier für realisierbar
von dumper | #22-1

Hab noch vergessen zu erwähnen,wer Radfahrern ein eigenes Radwegenetz in aussicht stellt,der sollte sich erst einmal Gedanken darüber machen wie er diese Klientel mit an den Kosten beteiligt. Zum beispiel durch eine Radwegesteuer und oder Fahradmaut . Zum Nulltarif sollte und kann man solche Überlegungen nicht machen .

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2012-02-22 18:51
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