Ex-BVB-Boss Niebaum legt Geständnis ab

Dortmund..  Gerd Niebaum, Ex-BVB-Präsident, darf hoffen, trotz Betrügereien in Millionenhöhe nicht in Haft zu müssen. In entspannter Atmosphäre nahm das Landgericht Dortmund gestern das Geständnis des 66-Jährigen entgegen.

„Die Fehler tun mir leid, ich bedauere diese Regelverletzungen“, sagte er. Zuvor hatte sein Verteidiger Götz Reuker das Geständnis zu zwei besonders schwerwiegenden Vorwürfen der zehn Punkte umfassenden Anklage vorgelesen. Darin räumte der ehemalige Notar und Rechtsanwalt etwa ein, sich 2005 zu Unrecht aus dem von ihm verwalteten Vermächtnis einer Verstorbenen bedient zu haben. Er hatte sich selbst ein Darlehen über fast 500 000 Euro gewährt, ohne es pünktlich zurückzahlen zu können.

Die 44. Wirtschaftsstrafkammer wertete die Einlassung offenbar als das „umfassende Geständnis“, das Richterin Susanne Rauhaus als Voraussetzung für eine Bewährung genannt hatte. Niebaum: „In diesen Handlungen kann ich mich heute nicht wiedererkennen.“