Erster Prozess nach "Hogesa"-Randale in Köln

Die Hooligan-Demo gegen Salafisten Mitten in Köln im Oktober 2014 artete aus in einen Gewaltexzess.
Die Hooligan-Demo gegen Salafisten Mitten in Köln im Oktober 2014 artete aus in einen Gewaltexzess.
Foto: Archiv/dpa
Was wir bereits wissen
Nach dem Gewaltexzess von mehreren Tausend Hooligans bei einer "Hogesa"-Demo in Köln steht eine erste mutmaßliche Beteiligte jetzt vor Gericht.

Köln.. Gut drei Monate nach den Krawallen bei einer Hooligan-Demonstration in Köln beginnt an diesem Montag der erste Prozess gegen eine Beschuldigte. Die Angeklagte muss sich unter anderem wegen versuchter gefährlicher Körperverletzung vor dem Kölner Amtsgericht verantworten.

Die junge Frau soll bei der Hogesa-Kundgebung eine Flasche auf Polizisten geworfen, Beamte beleidigt und den Hitlergruß gezeigt haben. Bei der als Kundgebung gegen Salafisten angemeldeten Veranstaltung mit rund 5000 gewaltbereiten Hooligans und Rechtsextremen waren Ende Oktober 49 Polizisten verletzt worden.

330 Strafanzeigen nach Hogesa-Randale in Köln

Inzwischen lägen im Zusammenhang mit der "Hogesa"-Demonstration 330 Strafanzeigen vor, sagte ein Sprecher der Kölner Staatsanwaltschaft. 200 Anzeigen richteten sich gegen unbekannte Personen, 130 Beschuldigte seien bislang identifiziert worden, viele von ihnen durch die nachträgliche Auswertung von Videoaufzeichnungen. Hooligan-Demo

Die Staatsanwaltschaft wirft den Verdächtigen unter anderem Körperverletzung, Landfriedensbruch, Sachbeschädigung oder Verstöße gegen das Vermummungsverbot vor. Bisher wurden nach Angaben des Sprechers drei Anklagen erhoben und zwölf Strafbefehle erlassen. (dpa)