Das aktuelle Wetter NRW 9°C
Salafisten

Erneut Groß-Razzia gegen Salafisten-Szene in NRW

13.03.2013 | 09:15 Uhr
Archivbild: Polizei-Razzia bei Salafisten in Solingen im Juni vergangenen Jahres. Dabei wurden Unterlagen entdeckt, die nun zu der neuerlichen Fahndung führten.

Berlin  Bei den Durchsuchungen im vergangenen Jahr in Solingen hat die Polizei offenbar Unterlagen gefunden, die die neuerliche Aktion gegen die Islamisten notwendig macht. Hunderte Polizisten sind bundesweit im Einsatz. Erneut ist Nordrhein-Westfalen einer der Brennpunkte der Fahndung.

Mit Razzien in Nordrhein- Westfalen und Hessen hat die Polizei das Verbot von drei islamistischen Organisationen durchgesetzt. Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich (CSU) hatte die salafistischen Vereine "DawaFFM", "Islamische Audios" sowie "An-Nussrah" verboten und aufgelöst. "An-Nussrah" in Gladbeck soll ein Ableger der im Juni 2012 aufgelösten Solinger Vereinigung "Millatu Ibrahim" sein.

Insgesamt seien in Nordrhein-Westfalen drei Privatadressen in Gladbeck, Solingen und Düsseldorf durchsucht worden, berichtete eine Sprecherin der Polizei in Recklinghausen. Die Durchsuchungen bei insgesamt 20 Personen in Hessen und Nordrhein-Westfalen dienten der Beschlagnahme des Vereinsvermögens und der Auflösung der Vereinsinfrastruktur, teilte das Bundesinnenministerium mit.

Vermögen von "an-Nussrah" beschlagnahmt

"An-Nussrah" habe sich den Anschein eines unverdächtigen, eigenständigen Projekts zum Sammeln von Spenden für Muslime in Syrien gegeben, teilte das NRW-Innenministerium mit. Tatsächlich hätten führende Köpfe der verbotenen "Millatu Ibrahim" die Organisation bis ins Detail gesteuert. NRW-Innenminister Ralf Jäger (SPD) begrüßte die Vereinsverbote. Die Sicherheitsbehörden arbeiteten gut zusammen und hielten den Druck auf die salafistische Szene aufrecht. Das Vermögen von "an-Nussrah" sei beschlagnahmt worden.

Razzia
Innenminister verbietet Salafisten-Verein

Innenminister Hans-Peter Friedrich (CSU) hat das salafistische Netzwerk Millatu Ibrahim aus Solingen aufgelöst und verboten. Ermittlungen gegen zwei weitere radikale islamistische Gruppen laufen. Schwerpunkt der razzien war NRW.

Bereits im Juni 2012 waren Polizei und Justiz mit Großrazzien gegen radikal-islamische Salafisten vorgegangen. Beamte hatten damals Wohnungen, Vereinsräume und eine Moschee in Solingen in NRW durchsucht; Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich (CSU) verbot damals im Zuge der Aktion die salafistische Vereinigung "Millatu Ibrahim".

4500 Salafisten in Deutschland

In Deutschland gibt es nach Angaben der Sicherheitsbehörden inzwischen rund 4500 Salafisten , 2011 waren es noch 3800. Verfassungsschützer beobachten die Szene seit längerem mit Sorge: Teile der Bewegung stehen im Verdacht, ein Sammelbecken für gewaltbereiten Islamismus zu sein und Verbindungen zu Terrornetzwerken zu pflegen.
(dpa)

Verbot der Salafisten

 



Aus dem Ressort
Ab Montag rollt der Verkehr auf der Duisburger A 59 wieder
A59-Sperrung
Am Montag rollt der Verkehr nach sechsmonatiger Bauzeit auf der Duisburger Stadtautobahn A 59 wieder in beide Richtungen. Auch die Auffahrt Meiderich/Ruhrort ist dann wieder offen. Dafür ist ab Montag die Anschlussstelle Alt-Hamborn „dicht“.
Bürger klagen über Sexdienst in Wohnhaus in Duisburg-Marxloh
Protest
„Unerträglich“ finden Anwohner der Marxloher Dahlstraße, dass in einem Wohnhaus Sexdienste angeboten werden sollen. Ordnungsamt und Bauaufsicht waren vor Ort, konnten keinen eindeutigen Beweis finden, ermitteln aber weiter. Einige Bürger haben inzwischen Protesttransparente am Haus aufgehängt.
Auto rast in Taxi - Zwei Tote und drei Verletzte in Werne
Unfälle
Drama im Münsterland: Ein 20-jähriger Autofahrer geriet mit seinem Auto auf die Gegenfahrbahn und fuhr offenbar fast ungebremst frontal in ein Taxi. Er und eine junge Beifahrerin starben am Unfallort.
Innenministerium lenkt beim geplanten Groß-Asyl in Essen ein
Flüchtlinge
In einem Gespräch im NRW-Innenministerium haben die Stadt Essen und das Land einen Zwist über das geplante Groß-Asyl auf dem früheren Kutel-Gelände im Stadtteil Fischlaken beigelegt. Die Trägerschaft liegt beim Land. Damit ist nun der Weg für die Einrichtung mit bis zu 800 Plätzen frei.
Polizei mit Großaufgebot bei MSV-Risikopartien im Einsatz
MSV Duisburg
Bei den brisanten MSV-Heimpartien am Samstag gegen Dynamo Dresden und am Dienstag gegen den 1. FC Köln sind „mehrere hundert“ Ordnungshüter im Einsatz. Für die Begegnungen gilt eine hohe Sicherheitsstufe, da auch Problemfans kommen könnten und Randale befürchtet wird.
Umfrage
Vielen Deutschen könnte die Zeitumstellung gestohlen bleiben. Wir wüssten gerne von Ihnen: Was halten Sie von der Umstellung von Sommer- auf Winterzeit?

Vielen Deutschen könnte die Zeitumstellung gestohlen bleiben. Wir wüssten gerne von Ihnen: Was halten Sie von der Umstellung von Sommer- auf Winterzeit?

 
Fotos und Videos