Entlaufener Tiger tötet Tierpflegerin im Zoo von Köln
25.08.2012 | 13:48 Uhr 2012-08-25T13:48:21+0200
Köln. Im Kölner Zoo hat ein Tiger eine Tierpflegerin tödlich verletzt. Das Tier war aus seinem Gehege ausgebrochen und in ein angrenzendes Gebäude gelaufen. Dort griff er die Frau an und verletzte sie schwer. Um die Besucher vor dem Tier zu schützen, musste der Zoodirektor zur Waffe greifen.
Bei einem tragischen Unglück im Kölner Zoo ist eine Mitarbeiterin von einem Tiger getötet worden. Nach Angaben der Polizei war der Tiger durch eine nicht richtig verschlossene Schleuse aus seinem Gehege gelangt. Von dort kam er in ein Wirtschaftsgebäude, in dem die 43-jährige Frau sich aufhielt. Der Tiger griff sie an und verletzte sie tödlich.
Für Zoobesucher ist das Gebäude, in dem die Frau angegriffen wurde, zwar nicht zugänglich. Durch die Fenster hätte der Tiger aber herausspringen können. Zoodirektor Theo Pagel musste deshalb schnell handeln: Er erschoss den Tiger mit einer großkalibrigen Waffe.
Kölner Zoo war zeitweilig für Besucher gesperrt
Die Polizei rückte kurz nach dem Ausbruch gegen 12.00 Uhr im Zoo an, dieser wurde vorübergehend geschlossen und die Besucher in Sicherheit gebracht. Auch ein Hubschrauber war im Einsatz.
Die angeforderten Spezialkräfte kamen mit der entlaufenen Raubkatze aber nicht mehr in Berührung, da der Direktor das Tier bereits vorher erschossen hatte. Dem Polizeisprecher zufolge zielte er durch eine Dachluke des Wirtschaftsgebäudes auf den Tiger .
Die Ermittler müssen nun klären, wie die Raubkatze durch die Sicherheitsschleuse entweichen konnte.
Der Kölner Zoo wurde 1860 gegründet und zählt damit zu den ältesten Tierparks in Deutschland. Auf einer Fläche von rund 20 Hektar werden rund 10.000 Tiere aus mehr als 750 verschiedenen Arten gehalten. Pro Jahr werden 1,4 Millionen Besucher gezählt. Erst Anfang August war der 100-millionste Besucher begrüßt worden.
Im März war in dem Zoo ein Gepard über eine Gitterabsperrung gesprungen und aus seinem Gehege geflohen. Das Tier konnte in der Flamingoanlage wieder eingefangen werden. Verletzt wurde bei dem Zwischenfall niemand.
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12:41
Mußte denn der Tiger gleich erschossen werden, nur weil jemand laut andersweitiger Medien fahrlässig gearbeitet hat?
Sicher ist da ein Mensch gestorben, das ist auch tragisch, aber der Tiger ist ein Jagd - und Beutetier und ist nur seinen Instinkten gefolgt. Hat denn ein Tier keine Rechte? Bin schon seit gestern dran am knacken und ich bin für mich zu dem Entschluss gekommen, das ich den Tod der Tierpflegerin und den Tod des Tigers bedauer, aber mußte man den Tiger gleich erschossen werden? Ihn zu betäuben, um ihn dann wieder ins Gehege zu bringen und die Tierpflegerin zu retten, hätte das nicht ausgereicht?
Sie stellen sich das ein bisschen zu einfach vor. Die Betäubung eines Zootiers aus der Distanz läuft nicht ab wie eine Vollnarkose bei einem Menschen auf dem OP-Tisch, der das Betäubungsmittel direkt in die Vene verabreicht bekommt und nach ein paar Sekunden ausgeknockt ist. Das Betäubungsmittel kann nur in den Muskel gespritzt werden- allein dadurch dauert es schon mehrere Minuten, bis die Wirkung eintritt, und das setzt ein Tier voraus, das entspannt in seinem Gehege herumliegt. Wenn der Tiger gestresst und voller Adrenalin durch den Zoo springt, wird der Wirkungseintritt noch weiter verzögert. Natürlich setzt das auch voraus, das man gleich einen Volltreffer landet und der Pfeil richtig sitzt und die ganze Ladung injizieren kann, bevor er herausfällt- sicher ist das nämlich trotz Widerhaken am Pfeil keineswegs. Außerdem liegt so ein Narkosepfeil nicht fertig herum, weil die Dosierung immer auf das Gewicht des jeweiligen Tieres abgestimmt werden muss.
12:15
Wieder mal stürzen sich hier einige Kommentatoren wie die Geier auf das Opfer, um es noch richtig zu zerfleischen.
Meine Güte, da ist ein Mensch zu Tode gekommen und anscheinend gibt es nichts wichtigeres als den Finger zu heben: Selbst Schuld! Und das arme Tier!
Und zur Krönung werden dann nicht diese Kommentare gelöscht, sondern z.B meiner, der das angeprangert hat.
11:26
dann wundert man sich nicht, das in Deutschland mehr Geld für Tierfutter als für Babysachen ausgegeben werden.
10:22
wie meinen?
09:54
alles spekulation!!! niemand weiß warum das passiert ist! es waren fehler oder technische defekte, vielleicht war die pflegerin auch krank, was keiner wußte, denn der tiger hat soweit ich weiß gezielt den finalen biss gesetzt und sie nicht zerfleischt! vielleicht bringt eine obduktion aufschluss! bevor man hier und vor allem die presse das thema ausschlachtet, sollte man ermitteln! schade für die frau und das tier!
08:18
Dieser Kommentar wurde von einem Moderator blockiert.
07:48
Das wäre wohl die richtige Übersschrift.
Dieser Artikel strotzt vor Unrichtigkeiten und falschen Informatrionen.Warum wird nicht vor der Veröffentlichung besser recherchiert?
1. Der Tiger ist nicht entlaufen, sondern war noch in seinem Käfig
2. Hat die Pflgerin vermutlich die Tür des Geheges nicht richtig gechlossen
aus Spiegel Online
""Pagel sprach später von einer Unvorsichtigkeit der Pflegerin und einem Bedienfehler an der Sicherheitsschleuse des Geheges. Die Frau hätte sich nicht zusammen mit der Raubkatze in dem Tiergehege aufhalten dürfen, sagte er. Sie sei an einer Stelle gewesen, wo sie nicht hätte sein dürfen, "wenn das Tier drin ist". "Der Tiger war in dem Bereich, wo er hingehört.""
Ich wünsche mir hier eine sachlichere und wniger sensationslüsterne Berichterstattung, dann bleiben auch die "merkwürdigen" Kommentare einiger anderen Nutzer hier aus!
Woher wollen Sie eigentlich wissen, ob die Berichterstattung von Spiegel Online, Bild.de und Konsorten richtig ist?
Wenn Sie doch die Fakten so genau kennen um beurteilen zu können, das Spiegel Online exakt das berichtet was Tatsache ist, dann können Sie doch bestimmt auch die Quellen Ihres Informationsflusses nennen.
und entsprechend gekennzeichnet. Wer lesen kann ist da eindeutig im Vorteil!
Sie verstehen nicht richtig, was ich meine. Sie kritisieren den Bericht der WAZ wegen "Unrichtigkeiten und falschen Informationen".
Sie nennen als Quelle den Spiegel und kopieren fleißig Zeilen aus dem Bericht.
Aber: Woher wollen SIE wissen, ob die Berichterstattung des Spiegels 100% der Wahrheit entspricht?
Aber hauptsache rumnörgeln! Des Deutschen liebste Beschäftigung...
BrettBumms | #11 hat vollkommen richtig zitiert.
Der Zoodirektor wurde dazu auch von der Presse befragt - die zitierte Worte sind auch dokumentiert durch Film/Tonmaterial auf der Bildseite/Artikel bspw.
Kein Grund fehlende Medienkompetenz anderen andichten zu wollen und dann selbst das Fettnäpfchen umzuwerfen, HayabusaForLife ;)
23:40
Traurig-JA- Für die getötete Frau, wie für den Tiger, der NICHT Böse war sondern seinen Instinkten gefolgt ist......
23:04
Zitat "Nach Angaben der Polizei war der Tiger durch eine nicht richtig verschlossene Schleuse aus seinem Gehege gelangt"? Zitatende. Wenn in meinem Auto die Heckklappe oder eine Tür nicht richtig verschlossen ist, ertönt ein Warnsignal und eine Lampe zeigt dies zusätzlich visuell blinkend an. In Köln haben wir im Wildtiergehege mit 250 kg schweren Tigern und das Nichtverschließen einer Schleuse löst keinen Generalalarm aus? Das ist ja mittelalterlich! Herr Zoodirektor Theo Pagel, Sie werden den Angehöriger der armen Tierpflegerin, den Zoobesuchern und der Staatsanwaltschaft einiges zu erklären haben!
22:44
Menschen machen Fehler. Mal hat man schlecht geschlagen, Liebeskummer, Migräne oder man ist einfach mal krank. Jedes Sicherheitssystem muss menschliche Fehler entschuldigen können wie beim Auto ESP oder das ABS. Wenn der Kölner Zoo, wo täglich zehntausende von Menschen ein- und ausgehen und den Sicherheitssystemen blind vertrauen, ermöglicht, dass ein Wildtier ausbrechen kann, so muss die gesamte Führungsriege abtreten und wegen fahrlässiger Tötung und Herumlaufens wilder Tiere angeklagt werden. Hier hat man mit den Leben dutzender von Menschenleben gespielt. Ich werde keinen Zoo mehr besuchen.
Korrektur: geschlafen statt geschlagen. Sorry!
die zoos werden es verkraften können
Vielleicht haben Sie es nicht begriffen...
Die Frau hatte in dem Bereich nicht das geringste zu suchen, solange die Tiere auf der Anlage waren.
Und Sie wollen doch jetzt nicht behaupten, Technik sei vollkommen unfehlbar?
Herr wirf Hirn...