Elefantendrama in Münster - Baby tot geboren

Bewegungstraining gehörte für Corny zum Schwangerschaftsprogramm
Bewegungstraining gehörte für Corny zum Schwangerschaftsprogramm
Foto: Zoo
Was wir bereits wissen
Trauer im Münsteraner Allwetterzoo. Elefantenkuh Corny hat ein Elefantenbaby tot zur Welt gebracht. Nun erkunden Experten die Ursache.

Münster.. Als das Baby endlich da und von der Fruchthülle befreit war, beschnüffelte Corny es mit dem Rüssel, stupste es immer wieder an. Aber: Das kleine Elefantenmädchen stand nicht auf. Das Baby war schon tot zur Welt gekommen – Trauer im Münsteraner Allwetterzoo. „Wir sind alle sicher, Corny wäre eine gute Mutter gewesen“, sagte eine Sprecherin gegenüber der NRZ.

22 Monate hatte die Schwangerschaft gedauert, es war die erste für Corny. Während der ganzen Zeit und besonders vor, während und nach der Geburt am Mittwoch war die 18-jährige Kuh von Pflegern und Tierärzten umsorgt worden. Im Allwetterzoo hatte man sich sehr auf den Mini-Elefanten gefreut. Bislang hatte es erst eine solche Geburt im Münsteraner Zoo gegeben, 1999, und da war der Nachwuchs 30 Stunden später gestorben. Ein Herpesvirus war schuld.

Elefantenbaby wird jetzt obduziert

Im Allwetterzoo zeigte man sich am Donnerstag erleichtert, dass sich „Corny“ bereits von den Strapazen der Geburt erholt. Warum das Elefantenbaby schon tot zur Welt kam, ist offen: Äußerlich war es voll ausgebildet. Mit 115 Kilo war es vom Gewicht her durchaus proper, 80 bis 100 Kilo gelten als untere Grenze.

Klar ist: Das Kleine lag ungünstig im Bauch der Mutter. Am Mittwochmorgen hatte Corny noch ein Bewegungstraining gemacht, mit dem Ziel, dass das Kalb seine Lage verbessert – mit Erfolg. Per Ultraschall wurde später festgestellt, dass das Baby weiter in den Geburtskanal eingedrungen war. Eine Obduktion im Institut für Zoo- und Wildtierforschung in Berlin soll nun die Todesursache klären.